Blick auf Brunnen am Meer bei der Stadt Machico auf Madeira.
+
Das RKI stuft auch Madeira als Virusvariantengebiet ein.

Corona-Virusvariantengebiet

Madeira-Urlauber vor den Kopf gestoßen: Trotz niedriger Inzidenz droht Quarantäne

Obwohl die Inzidenz auf Madeira niedrig ist, gilt die Einstufung Portugals als Virusvariantengebiet auf für die autonome Region. Das sorgt für Unverständnis unter Urlaubern.

Aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Portugal hat das Robert Koch-Institut das ganze Land als Virusvariantengebiet eingestuft. Urlauber müssen darum bei der Rückkehr in eine zweiwöchige Quarantäne, die nicht durch einen negativen Test verkürzt werden kann. Für Geimpfte oder Genesene gelten keine Ausnahmen. Gerade bei Madeira-Urlaubern sorgt das für Empörung: Die Insel ist eine autonome Region Portugals vor der Nordwestküste Afrikas, deren Inzidenz aktuell nur bei rund 22 liegt. Die Delta-Variante breitet sich hingegen in der Hauptstadtregion Lissabon, auf dem Festland sowie an der Algarve aus – weit weg von Madeira selbst. Dennoch gilt die Einstufung als Risikogebiet auch für die autonome Region.

Trotz niedriger Inzidenz: Madeira-Urlauber von Quarantänebestimmtungen betroffen

„Quarantäne für Reiserückkehrer aus Lissabon verstehe ich – aber bei Madeira ist es wirklich unbegreiflich“, sagte Ursula R. laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ). Viele Urlauber hatten versucht, noch vor Dienstag zurück in die Heimat zu kommen. Allerdings waren die Flugverbindungen am Sonntag und Montag innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) lagen die Preise für Direktflüge vom Festland Portugals nach Frankfurt bei der Lufthansa bei 650 Euro aufwärts, während Madeira-Urlauber bis zu 1.388 Euro zahlen mussten.

Mehrere Fluggäste beschrieben den Service des Reiseveranstalters der HAZ zufolge außerdem als „unterirdisch“ und „mangelhaft“. Es seien Alternativen angeboten worden, allerdings mit kuriosen Routen: „Uns ist eine frühere Rückreise angeboten worden – aber quer durch Europa mit 50 Stunden Flugzeit“, berichtete Ursulas Tochter Nicole R. Ein anderer Flugreisender bezeichnete die Situation nach der Einstufung Portugals als Virusvariantengebiet gar als „absolute Sauerei“.

Auch interessant: Großer Buchungsboom: Wird Abstand im Urlaub noch möglich sein?

Virusvariantengebiet Portugal: Deutscher Reiseverband kritisiert Vorgehen

Nach Schätzungen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) befanden sich etwa 1.000 Deutsche im Urlaub in Portugal. „Es sind noch nicht so viele, weil Portugal erst seit Kurzem wieder leicht zugänglich ist“, erklärte DRV-Sprecherin Kerstin Heinen. Der Verband wünsche sich, dass Zielgebiete differenziert angeschaut werden. Es sei „nur schwer nachzuvollziehen“, dass Madeira mit ganz Portugal als Virusvariantengebiet ausgerufen wurde, obwohl die Inzidenz dort niedrig sei. (fk)

Lesen Sie auch: Sommer 2021: Immer mehr Deutsche suchen nach Insel-Urlaub – diese sind besonders begehrt.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare