Besucher befinden sich an einem Strand auf Mallorca.
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Die Aufhebung der Reisewarnung sorgt für einen Ansturm auf Reise-Buchungen.

Corona-Flucht

Mallorca-Tickets für bis zu 600 Euro: Flüge an Ostern fast ausgebucht

Die Ankündigung, dass Mallorca von der Liste der Risikogebiete gestrichen wird, hat zu einem wahren Buchungsansturm geführt. Tickets können bis zu 600 Euro kosten.

Ostern auf der sonnigen Insel Mallorca zu verbringen, klingt für einige Deutsche ziemlich verlockend. Nachdem die Reisewarnung für die Balearen am Wochenende aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenz vor Ort gekippt wurde, konnten sich die Fluggesellschaften vor Buchungen kaum noch retten. Schon am 14. März startete die erste ausgebuchte Maschine in Richtung Mallorca. Gerade über Ostern erwarten die Airlines ein gutes Geschäft: So hat zum Beispiel Eurowings 300 zusätzliche Mallorca-Flüge über die Feiertage eingeplant. Auch Condor stockte sein Angebot auf.

Mallorca-Tickets für bis zu 600 Euro

Aber der Urlaubsspaß ist gar nicht so günstig: Je nach Abflugort, Abflugtag und Abflugzeit können die Direkt-Tickets bis zu 600 Euro im günstigsten Tarif kosten. An einigen deutschen Flughäfen wie Düsseldorf oder Hamburg gibt es kaum Tickets unter 400 Euro. Damit sind die Preise fast doppelt so hoch wie in Vor-Corona-Zeiten. An Bord einer Maschine darf sich aber nur befinden, wer einen negativen PCR-Test vorweisen kann, der nicht älter als 72 Stunden ist. So verlangen es die Bestimmungen der spanischen Regierung für Einreisende aus Risikoländern – zu denen Deutschland gehört.

Bundesregierung und Experten warnen vor Mallorca-Ansturm – „zweites Ischgl“

Die Bundesregierung zeigt sich wenig erfreut über die Corona-Flucht der Deutschen: „Der Appell ist, auf jede nicht unbedingt notwendige Reise zu verzichten“, betonte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Dem stimmt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Maria Adebahr, zu: „Das Fehlen einer Reisewarnung ist keine Einladung zum Reisen.“ Die Entscheidung für einen Urlaub müsse aber jeder für sich treffen. „Reisen sollten an Ostern möglichst nicht unternommen werden, erst recht keine Flugreisen“, sagte auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der „Rheinischen Post“ vom Montag.

Auch interessant: Fernweh bei den Deutschen: Mehrheit will noch vor Ende Juni verreisen.

Der Reiseforscher Jürgen Schmude von der Universität München spricht gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sogar von einem „zweiten Ischgl“: „Grundsätzlich ist dieser Ansturm eine Katastrophe. Wir haben gesehen, was bei Reisegroßereignissen passieren kann, Stichwort Ischgl. Wir laufen nun Gefahr, mit Mallorca ein zweites Ischgl zu produzieren. Es würde mich nicht wundern, wenn die Insel in drei Wochen wieder in einen harten Lockdown muss.“

Es gäbe zwar umfassende Hygienekonzepte vonseiten der Hotels und der Airlines, doch selbst das könnte steigende Fallzahlen nicht aufhalten: „Wir wissen, dass sich Menschen im Urlaub anders als im Alltag verhalten. Generell versucht man, Probleme im Urlaub auszublenden. Und aktuell wollen diese Leute ja ganz bewusst raus aus der Corona-Situation in Deutschland“, so der Experte. (fk)

Lesen Sie auch: Oster-Urlaub auf Mallorca in Sicht: Erste Hotels und Airlines starten in Reise-Saison.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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