Vogelperspektive auf Strand auf Mallorca.
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Mallorca gehört nicht mehr zu den Corona-Risikogebieten.

Corona-Pandemie

Reisewarnung gekippt: Deutsche stürzen sich auf Mallorca-Urlaub

Viele Deutsche wollen an Ostern verreisen: Die gekippte Reisewarnung für Mallorca sorgt deshalb für wahre Anstürme auf die Buchungsportale der Airlines.

Die Aufhebung der Reisewarnung für die Balearen hat bei den Deutschen offenbar Euphorie ausgelöst: Eurowings sprach laut der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag (14. März) von Buchungen „in einer bisher nicht gekannten Dynamik“. Schon am ersten Tag nach Ende der Reisewarnung startete die erste – komplett ausgebuchte – Maschine nach Mallorca.

Deutsche wollen nach Mallorca: Airlines stocken Angebot massiv auf

Um dem Ansturm gerecht zu werden, legte die Airline nun 300 Zusatzflüge für die Zeit um Ostern an. Der Reiseveranstalter Tui vermeldete am Wochenende doppelt so viele Buchungen für Reisen auf die balearische Insel wie im gleichen Zeitraum vor zwei Jahren, heißt es in dem dpa-Bericht. Auch die Airline Condor kündigte an, ab Ostern das Flugangebot für Reisen nach Mallorca aufzustocken. Lufthansa verzeichnete laut einer Pressemitteilung in den letzten zwei Wochen ebenfalls 80 Prozent mehr Buchungen für Flüge nach Mallorca. Darum sollen statt zwei wöchentlicher Flüge ab München nun elf wöchentliche Verbindungen angeboten werden. Ab Frankfurt sind es statt sechs Flügen sogar 20 wöchentliche Anbindungen in der Osterzeit.

Mallorca-Urlaub trotz Corona: Nur noch wenige Reisebeschränkungen

Die Reisewarnung entfällt nicht nur für Mallorca, sondern auch für die anderen Balearen-Inseln – darunter Menorca, Ibiza und Formentera. Grund für diese Entwicklung ist der gesunkene Inzidenzwert: Eine Reisewarnung gibt es nur für Länder, die einen Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern überschreiten. Auf den Balearen lag der Wert am Freitag aber nur bei 21,3. Schon Anfang des Monats wurden durften auf Mallorca deshalb die Außenbereiche von Restaurants wieder öffnen.

Für deutsche Reisende bedeutet dies, dass in den meisten Bundesländern nun Quarantäne und Corona-Test nach der Rückkehr entfallen. Da Deutschland aus der Sicht Spaniens jedoch als Risikogebiet gilt, muss bei der Einreise ein negativer Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Außerdem muss ein digitales Einreiseformular ausgefüllt werden.

Auch interessant: Mallorca vom Thron gestoßen: Wo die Deutschen 2021 am liebsten ihren Sommerurlaub verbringen wollen.

Corona-Maßnahmen: Tourismus in Deutschland weiterhin tabu

Der Ansturm auf Reisen nach Mallorca lässt nun auch Stimmen laut werden, dass in Deutschland Lockerungen für die Tourismus-Branche vorgenommen werden sollten. „Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben“, sagte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. „Das wäre eine ganz bittere Botschaft.“ Nach aktuellem Stand müssen Beherbergungsbetriebe hierzulande noch bis mindestens 28. März geschlossen bleiben. Zudem appellierte die Bundesregierung in ihrem letzten Beschluss vom 3. März noch an die Bürger, „auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland“ zu verzichten. (fk)

Lesen Sie auch: Wird Sommer-Urlaub 2021 auch wieder im Ausland möglich sein? Tourismusbeauftragter trifft Prognose.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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