Ein Flugzeug der Spirit Airlines am Himmel.
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Eine amerikanische Airline erlaubte keine Ausnahmen bei der Corona-Maskenpflicht.

Corona-Pandemie

Rigorose Maskenpflicht: Airline verbannt Jungen mit Autismus von Bord

Eine Airline machte für einen vierjährigen Jungen mit Autismus keine Ausnahme – weil er keinen Corona-Mundschutz tragen kann, musste die Familie aussteigen.

Der US-Fluggesellschaft Spirit Airlines reichte ein Nachweis über die Autismus-Erkrankung eines 4-jährigen Passagiers nicht aus, um ihn von der Maskenpflicht an Bord zu befreien. Darum musste der Junge mit seinen Eltern das Flugzeug in Las Vegas verlassen.

Familie mit autistischem Jungen muss Flugzeug verlassen

„Er darf keine Masken tragen, weil er jedes Mal, wenn er eine Maske trägt, den Atem anhält oder ausflippt und sich selbst Schaden zufügt“, erklärt die Mutter des Jungen in einem Bericht der BBC. Ihr Sohn habe Autismus und kommuniziere nonverbal. Als ihr Mann den Nachweis der Crew vorlegte, soll ihr die Besatzung allerdings gesagt haben: „Nein, nein, nein. Autismus ist keine Behinderung. Er muss eine Maske tragen oder er muss das Flugzeug verlassen.“

Für ihren Sohn sei die Situation sehr traurig gewesen, weil er sich sehr für Flugzeuge interessiere. „Er ist besessen von Flugzeugen. Er saß also ruhig in seinem Sitz und schaute aus dem Fenster, und diese Dame sagte: ‚Steigen Sie aus!‘“, berichtete die Mutter. Letztendlich gelang es der Familie mit einer Maschine der American Airlines nach Arkansas zurückzukehren. Hier wurde der medizinische Nachweis akzeptiert.

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Keine Maskenpflicht bei medizinischen Ausnahmegenehmigungen: Airline will Richtlinien anpassen

Spirit Airlines erklärte den US-Medien im Anschluss an den Vorfall: „Unsere bestehende Richtlinie sieht keine medizinischen Ausnahmen vor, unabhängig von der Diagnose. Unsere Teammitglieder haben dies einer heute reisenden Familie erklärt, aber dabei nie den medizinischen Status von jemandem infrage gestellt.“ Alle Gäste – außer denen unter zwei Jahren – müssten einen Mundschutz tragen. Die Richtlinien der amerikanischen Gesundheitsbehörde sehen allerdings vor, dass Reisende mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung nicht verpflichtet werden sollten, eine Maske zu tragen. Fluggesellschaften wie American Airlines oder Alaska Airline erlauben diese Ausnahmegenehmigungen.

Nun soll auch Spirit Airlines darüber nachdenken, Ausnahmen von der Maskenpflicht zu erlauben: „Ab dem 19. März 2021 können Gäste mit einer medizinischen Behinderung, die am oder nach dem 22. März 2021 reisen, eine Ausnahmeregelung beantragen, die das Bundesgesetz über die Maskenpflicht an Flughäfen und in Flugzeugen vorsieht“, erklärte das Unternehmen laut CBS News. (fk)

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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