Impfpass und Reisepass der Bundesrepublik Deutschland
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Ein Corona-Impfpass könnte im Sommer das reisen erleichtern.

Beschränkungen

Reisefreiheit für Corona-Geimpfte – kommt sie rechtzeitig vor dem Sommer-Urlaub?

Schon seit einiger Zeit wird über Reisefreiheiten für Corona-Geimpfte gesprochen. Mit dem Impfgipfel nimmt die Diskussion wieder Fahrt auf.

Je mehr Menschen geimpft sind, desto lauter werden die Stimmen, die nach Lockerungen fordern. Aktuell haben 23,4 Prozent der Deutschen (Stand: 26. April) zumindest die Erstimpfung erhalten – und damit schon fast jeder Vierte. Beim Impfgipfel diskutierten deshalb Bund und Länder unter anderem, welche Corona-Beschränkungen für Geimpfte und Genesene wegfallen könnten.

Fallen Reise-Beschränkungen für Corona-Geimpfte bald weg?

In der Politik gibt es bereits viele Stimmen, die mehr Freiheiten für Geimpfte fordern. Dazu gehört auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) genauso wie Politiker der Bundestagsfraktion von Union, SPD, Grünen und FDP, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Konkrete Beschlüsse gab es diesbezüglich beim Impfgipfel jedoch nicht. Entscheidungen dazu sollen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erst am 28. Mai getroffen werden.

Das sagen Reiseveranstalter zur Debatte beim Impfgipfel

Der Deutsche Reiseverband begrüßt, dass Bund und Länder sich mit möglichen Freiheiten für Corona-Geimpfte und Genesene beschäftigt. Allerdings sei es „enttäuschend, dass es kein konkretes Ergebnis gab. Weder wurde ein schlüssiges Testkonzept beschlossen, noch gab es konkrete Zeitangaben, wann Geimpfte ihre Grundrechte zurückerlangen.“

Zumindest im Juni soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel jedoch die Impfpriorisierung aufgehoben werden. Das stimmt den Reiseveranstalter Tui positiv: „Mit der angekündigten Impfung für jeden ab Juni, dem priorisierten Impfen der Tourismusangestellten in den Urlaubsorten und dem digitalen grünen Corona-Nachweis, ist der Grundstein für eine gute Urlaubssaison gelegt“, sagt Marek Andryszak, Vorsitzender der Tui Deutschland Geschäftsführung.

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Auch Lufthansa freut sich über die Fortschritte beim Impfen, da sie sicheres Reisen ermöglichen. Dafür braucht es aber einheitliche Regeln: „Europa und die USA sollten jetzt gemeinsam die Voraussetzungen dafür schaffen, Reiserestriktionen für geimpfte Personen ebenso wie pauschale Quarantäneregeln abzubauen. Erste Länder tun das bereits und öffnen ihre Grenzen für geimpfte und getestete Personen.“ In Europa brauche es dafür den grünen Impfpass, der rasch eingeführt werden sollte – der Flickenteppich, der aktuell in der EU herrsche, schwäche sie im globalen Wettbewerb. Dazu sei ein Zeitplan nötig, damit sowohl Reisende als auch die Reisebranche die nötigen Vorbereitungen treffen könnten.

Wird Reisen im Sommer wieder normal möglich sein?

Ob Reisen komplett ohne Einschränkungen für jeden möglich sein wird, ist noch nicht abzusehen. Der Deutsche Reiseverband ist jedoch positiv gestimmt, „dass dem Sommerurlaub im Inland und auch im Ausland kaum noch etwas entgegensteht“. Dafür müsse das Impfen zügig voranschreiten, aber auch eine Übergangsphase definiert werden, die Menschen mit negativen Corona-Tests ebenfalls mehr Freiheiten einräumen. Wichtig seien intelligente Konzepte, eine schlüssige Teststrategie sowie ausgefeilte Hygienekonzepte in den Zielgebieten und innerhalb der gesamten Reisekette – also vom Flughafen, über Flug und Transfer bis ins Hotel oder die Ferienwohnung. (fk)

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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