Eine Touristin kühlt im Barcaccia-Brunnen vor der spanischen Treppe ihre Füße: Wer 2021 reisen möchte, sollte ein paar Regeln beherzigen.
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Eine Touristin kühlt im Barcaccia-Brunnen vor der spanischen Treppe ihre Füße: Wer 2021 reisen möchte, sollte ein paar Regeln beherzigen.

Tapetenwechsel

Urlaubsreise 2021: Wer folgende Tipps vor der Buchung beachtet, kann großen Ärger vermeiden

Auch 2021 beherrscht Corona die Reise- und Tourismusbranche. Doch wer ein paar Kniffe kennt, muss im Sommer nicht auf den lange ersehnten Urlaub im Ausland verzichten.

Reisen in Corona-Zeiten will gut überlegt sein. So sollten hohe Covid-Fallzahlen in jedem Fall von einer Reise absehen lassen. Doch entwickeln sich die Inzidenzwerte positiv und meldet das Reiseziel nur wenige Krankheitsfälle, steht dem Reiseglück nichts im Wege – sollte man meinen. Denn die Situation kann sich schnell ändern, was die Reiseplanung zur Herausforderung macht. Doch es gibt Hilfestellung: So informiert der ADAC über die Fallstricke, die eine Buchung aktuell mit sich bringen kann. Entsprechend sollte man ein paar Dinge beachten, bevor man mit der Reisebuchung beginnt.

Damit der Tapetenwechsel 2021 gelingt, sollten Sie folgende Tipps bei der Reisebuchung beherzigen:

  • Information über das Reiseland einholen: Sind die Grenzen überhaupt offen? Muss ich nach der Einreise in Quarantäne? Welche Hygieneschutzmaßnahmen muss ich im Reiseland einhalten? Der erste Schritt vor einer Reisebuchung ist, sich über die aktuelle Situation im Wunschland Informationen einzuholen. Bali etwa hat die Grenzen für ausländische Touristen immer noch nicht geöffnet, eventuell ist der Tourismus dort aber bald in sogenannten „grünen Zonen“ wieder möglich. Wichtige Infos finden Sie unter anderem auf der Website des Deutschen Auswärtigen Amtes.
  • Quarantäne beachten: Nicht nur eine etwaige Quarantäne im Reiseland, auch die Quarantäne-Bestimmungen bei der Rückkehr sollten Sie auf dem Schirm haben. So gelten bei der Rückkehr nach Deutschland aus einem Risikogebiet Quarantäneregelungen. Diese können zu Problemen führen, wenn Sie etwa nach dem Urlaub wieder in die Arbeit müssen. In einem solchen Fall kann der Arbeitgeber die Lohn- oder Gehaltsfortzahlung einstellen, wenn Sie wissentlich in ein Risikogebiet gereist sind.
  • Frühbucherrabatte hinterfragen: Sie klingen auf den ersten Blick hervorragend, doch in diesen besonderen Zeiten sollte man bei Frühbucherrabatten nicht unbedacht zuschlagen. Prüfen Sie zuerst die Möglichkeiten eines kostenfreien Reiserücktritts.
  • Besonderes Augenmerk auf Storno- und Umbuchungsmöglichkeiten: Wenn Sie jetzt überlegen, eine Reise oder eine Unterkunft zu buchen, achten Sie genau auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) des Anbieters, rät der ADAC. Dort sind die Stornobedingungen enthalten. Wichtig sei vor allem, ob und bis wann die Buchung kostenlos stornierbar ist. Außerdem lohnt sich die Frage nach einer möglichen Buchung von Stornierungspaketen. Um ganz sicher zu gehen, können Sie sich eine schriftliche Bestätigung vom Veranstalter geben lassen mit der Information, dass und unter welchen Bedingungen die konkret gebuchte Reise kostenlos storniert werden kann.
  • Pauschal- statt Individualreise? Pauschalreisen können in der Regel kostenlos storniert werden, wenn außergewöhnliche Umstände zum Tragen kommen. Dies ist etwa bei weiteren Corona-Wellen und damit verbundenen Lockdowns der Fall. Ein weiterer Vorteil ist dem ADAC zufolge, dass Im Falle einer Insolvenz des Reiseveranstalters Pauschalreisen immer gesetzlich abgesichert sind. Bei individuell zusammengestellten Reisen dagegen müssen Sie sich im Fall einer Stornierung mit mehreren Parteien einigen. Das kann deshalb zu Problemen führen, weil Sie keinen Anspruch auf kostenfreien Reiserücktritt haben, wenn die Anbieter die Leistung erbringen können – sei es die Hotelübernachtung oder die Vermietung eines Autos. Wer eine Individualreise bevorzugt, sollte mit den Anbietern individuelle Storno- oder Umbuchungsregelungen aushandeln und sich diese schriftlich bestätigen lassen.

Weiterlesen: Oster-Urlaub auf Mallorca in Sicht: Erste Hotels und Airlines starten in Reise-Saison.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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