Vogelperspektive auf Badende am Strand in Tropea in Italien.
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Die Corona-Infektionszahlen steigen in vielen Urlaubsländern wieder.

Überblick

Sommer-Urlaub 2021: Aktuelle Corona-Lage in Italien, Spanien, Griechenland und Co.

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Der Sommer-Urlaub steht bei vielen kurz bevor. In einigen Urlaubsländern steigen aber wieder die Corona-Fallzahlen. Die aktuelle Lage im Überblick.

Eigentlich steht der Sommer-Urlaub bei vielen Deutschen erst noch an – doch vielerorts in Europa verschlechtert sich die Corona-Lage schon wieder. Grund ist die hoch ansteckende Delta-Variante gepaart mit zahlreichen Lockerungen, was sich nun bemerkbar macht. Großbritannien, Portugal und Zypern gelten innerhalb Europas bereits als Hochinzidenzgebiete. Nun wird Spanien aller Voraussicht nach folgen. Die aktuelle Corona-Lage und wichtige Einreise-Regeln beliebter Urlaubsländer haben wir für Sie zusammengestellt.

Spanien bald Hochinzidenzgebiet? Die aktuelle Corona-Lage

Die Bundesregierung plant nach Informationen der „Funke Mediengruppe“, Spanien als Hochinzidenzgebiet einzustufen. Das Robert Koch-Institut veröffentlicht jeden Freitag die neuen Corona-Einstufungen der Bundesregierung für das Ausland. Eine Einstufung als Hochinzidenzgebiet folgt in der Regel bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 – das Gesundheitsministerium in Spanien gab diese zuletzt mit rund 333 (Stand: 22. Juli) an. Auf den Balearen liegt die Inzidenz mit 365,5 sogar noch höher. Die Delta-Variante hat laut GISAID in den letzten vier Wochen 71,4 Prozent der Fälle ausgemacht.

Aber auch andere Faktoren, wie die Todesrate und die Auslastung der Krankenhäuser spielen eine Rolle bei der Entscheidung darüber, ob ein Land als Hochinzidenzgebiet angesehen wird. In Spanien sind derzeit etwa 13,5 Prozent der Betten auf Intensivstationen besetzt. Vollständig geimpft sind aktuell knapp 53 Prozent der Bevölkerung, 70 Prozent haben zumindest die erste Impfdosis erhalten.

Bei einer Einstufung als Hochinzidenzgebiet gelten verschärfte Regeln für Reiserückkehrer: Es muss eine digitale Einreiseanmeldung durchgeführt werden und ein negativer Corona-Test, ein Nachweis über eine vollständige Impfung oder ein Nachweis über eine Genesung erbracht werden. Zudem gilt eine zehntägige Quarantänepflicht, die frühestens am fünften Tag mit einem weiteren negativen Testergebnis beendet werden kann. Für Geimpfte und Genesene endet die Quarantäne, sobald sie ihren Nachweis über die digitale Einreiseanmeldung übermitteln. Flugreisende müssen ihren negativen Test bereits am Abflugort vorzeigen.

Auch interessant: Spanien-Urlaub: Alles zur Corona-Inzidenz, Delta-Variante und den Einreise-Regeln.

Reisen in die Niederlande: Steigende Fallzahlen machen Sorge

Auch für die Niederlande plant die Bundesregierung nach Medieninformationen eine Einstufung als Hochinzidenzgebiet. Die Inzidenz liegt bei rund 360 und damit weit über dem Grenzwert von 200. Die Delta-Variante hatte im letzten Monat einen Anteil von 58,8 Prozent am Infektionsgeschehen. Rund 46 Prozent sind vollständig geimpft und 68 Prozent haben die Erstimpfung erhalten.

Bei einer Einstufung als Hochinzidenzgebiet würden Reisende bei der Rückkehr nach Deutschland verpflichtend einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung erbringen müssen. Die angeordnete, zehntägige Quarantäne kann nur durch einen zweiten negativen Test ab dem fünften Tag vorzeitig beendet werden. Geimpfte und Genesene können sich mit einem Nachweis sofort davon befreien. Zudem muss die digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden.

Urlaub in Italien: Inzidenz steigt langsam – Corona-Maßnahmen verschärft

In Italien sieht die Corona-Situation bisher noch gut aus, doch auch hier gibt es steigende Infektionszahlen. Mittlerweile ist die Inzidenz wieder bei knapp 40 angelangt (Stand: 23. Juli). Die Delta-Variante hatte einen Anteil von 61,5 Prozent an den Neuinfektionen in den letzten vier Wochen. Das führt nun dazu, dass es zu verschärften Corona-Maßnahmen im Land kommt: Ab dem 6. August braucht es beim Besuch der Innenräume von Restaurants, Bars oder Sportstätten den „Grünen Pass“. Das Dokument soll Informationen über Corona-Impfungen, vergangene Infektionen und Corona-Tests enthalten. Es soll bereits nach der ersten Impfdosis ausgestellt werden und landesweit gültig sein.

Für die Einreise nach Italien muss ein Online-Formular ausgefüllt und außerdem das „EU Digital Covid Certificate“ vorgelegt werden – oder anders gesagt: Es braucht einen negativen Corona-Test, eine vollständige Impfung oder den Nachweis einer Genesung. Bei der Rückkehr nach Deutschland fallen bisher keine besonderen Regeln an, da Italien kein Risikogebiet ist. Nur Flugreisende müssen am Abflugort einen negativen Test vorlegen, um befördert zu werden.

Griechenland-Urlaub: Verschärfte Regeln auf Mykonos – Einstufung als Risikogebiet

Griechenland gilt seit kurzem wieder als Risikogebiet. Die Inzidenz liegt aktuell bei rund 178. Circa 60 Prozent der Neuinfektionen sind auf die Delta-Variante zurückzuführen, wie der Chef der staatlichen Gesundheitsbehörde EODY, Panagiotis Arkoumaneas, laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erklärte. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat die Regierung für die Urlaubsinsel Mykonos eine Ausgangssperre von 1 bis 6 Uhr morgens verhängt. Zahlreiche Urlauber brechen mittlerweile vorzeitig ihre Reise ab, das einzige Quarantänehotel auf der Insel ist voll ausgebucht.

Wer aktuell in Griechenland einen Urlaub machen will, sollte sich genau über die aktuelle Lage informieren. Derzeit ist die Einreise noch mit einem negativen Test bzw. mit einem Nachweis über eine vollständige Impfung oder eine Genesung erlaubt. Bei der Einreise über die internationalen Flughäfen ist auch keine Quarantäne nötig. Dennoch können vor Ort verschiedene Beschränkungen gelten. Außerdem müssen Reisende spätestens 24 Stunden vor Abreise ein Online-Formular ausfüllen. Der daraus resultierende QR-Code muss bei der Einreise vorgelegt werden.

Da es sich bei Griechenland um ein Risikogebiet handelt, muss auch bei der Rückkehr nach Deutschland die digitale Einreiseanmeldung ausgefüllt werden. Zudem braucht es einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung, die von der Quarantänepflicht befreien. (fk)

Lesen Sie auch: Reisen in Risikogebiete: Was Sie für den Urlaub beachten müssen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

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1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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