Plaza de Espana in Sevilla, Spanien
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Plaza de Espana in Sevilla: Beim Urlaub in Spanien gelten Corona-Regeln, manche Regionen sind wegen hoher Inzidenzen Risikogebiete.

Urlaub

Spanien-Urlaub trotz Corona: Wichtige Infos zu Einreise, Inzidenz und Regeln

Corona bestimmt noch immer den Alltag in Spanien. Ist diesen Sommer dennoch Urlaub möglich? Die aktuelle Lage und Corona-Regeln im Überblick.

Spanien – Einfach abschalten und etwas anderes sehen und den lange erwarteten Urlaub in Spanien verbringen: Das wünschen sich viele Menschen nach den Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie. Doch die Delta-Variante verbreitet sich auch in Europa immer weiter. Bei Touristen kommt die Frage auf, wie die Situation am Urlaubsort in Spanien aussieht. Die Corona-Lage und die aktuellen Regeln im Überblick.

Urlaub in Spanien: Wie ist die aktuelle Corona-Situation?

Nachdem Spanien besonders im Herbst 2020 und Anfang 2021 vom Coronavirus betroffen war, fielen die Fallzahlen im Frühjahr. Große Teile des Landes sind inzwischen keine Risikogebiete mehr. Das Auswärtige Amt hat daher auch seine Reisewarnung aufgehoben. Die Fallzahlen sind trotzdem höher als in Deutschland oder Italien, wo die Corona-Lage besser ist.

Einheitliche und landesweit geltende Corona-Regeln in Spanien gibt es nicht mehr. Der nationale Gesundheitsnotstand wurde aufgehoben. Etwa 40 Prozent der Bevölkerung sind bereits vollständig geimpft. Mehr als die Hälfte hat zumindest die erste Dosis erhalten. Trotzdem steigen die Infektionszahlen an.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Wie hoch ist die Inzidenz und was sind die Risikogebiete?

Die 7-Tage-Inzidenz in Spanien steigt seit Mitte Juni wieder. Inzwischen liegt der Wert bei 110, so die Zahlen der Johns Hopkins University (Stand 5. Juli 2021). Damit liegt sie deutlich über dem für das RKI kritischen Wert von 50. Auch die Delta-Variante ist bereits in Spanien angekommen. Der Anteil der Virusvariante beträgt laut eines Berichts der spanischen Regierung 2,7 Prozent. Die Zahlen beziehen sich allerdings auf den Zeitraum vom 31. Mai bis zum 6. Juni. Aktuellere Daten gibt es nicht. Im Nachbarland Portugal ist die Delta-Variante des Coronavirus weit verbreitet.

Das Robert Koch-Institut stuft sieben Regionen Spaniens als Risikogebiete ein:

  • Andalusien
  • Navarra
  • La Rioja
  • Baskenland
  • Ceute
  • Kantabrien
  • Katalonien

Das Auswärtige Amt rät von „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ in diese Regionen ab. Grundsätzlich gilt, dass sich Touristen vor der Einreise nach Spanien über die aktuellen Regeln informieren sollten. Aktuell wird zwischen Einreisen mit dem Flugzeug und auf dem Landweg über Frankreich unterschieden.

Einreise nach Spanien mit dem Flugzeug: Diese Corona-Regeln gelten

Beim Flug von Deutschland nach Spanien ist bei der Einreise kein negativer Corona-Test oder ein Impfausweis nötig, weil Deutschland von Spanien nicht mehr als Risikogebiet eingestuft wird. Ausnahme ist der Urlaub auf Mallorca und den Balearen: Auf den Inseln müssen Teilnehmer organisierter Gruppenreise mit mehr als 20 Personen beim Einchecken in der Unterkunft einen negativen PCR-Test oder einen Impfnachweis vorlegen. Der Grund ist ein größerer Corona-Ausbruch auf Mallorca.

Bei der Einreise mit dem Flugzeug oder Schiff nach Spanien müssen Reisende ein digitales Formular ausfüllen. Es generiert einen QR-Code, der bei der Einreise vorgelegt werden muss. Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Reedereien müssen Urlauber darauf hinweisen. Wer den Landweg wählt, braucht kein derartiges Formular.

Einreise nach Spanien: Auf dem Landweg ist ein negativer Corona-Test Pflicht

Wer auf dem Landweg zum Sommerurlaub nach Spanien reist, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. PCR-Tests und Antigen-Schnelltests werden anerkannt. Sie dürfen maximal 48 Stunden alt sein. Von der Testpflicht ausgenommen sind:

  • Kinder unter 12 Jahren
  • Vollständig Geimpfte mit Nachweis (die letzte Impfung muss 14 Tage zurückliegen)
  • Genesene mit Nachweis (die Genesung muss mindestens elf Tage, und darf maximal 180 Tage zurückliegen)

Als Impfnachweis genügt auch der gelbe WHO-Impfpass. Die Dokumente müssen dabei nicht in Spanisch verfasst sein.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Welche Regeln gelten im Land?

Der Gesundheitsnotstand in Spanien wurde aufgehoben. Daher gibt es keine landesweiten Regeln. Jede spanische Region darf jedoch eigene Corona-Maßnahmen erlassen. Grundsätzlich gilt:

  • Maskenpflicht: Im Freien gibt es keine generelle Maskenpflicht, Mund-Nasen-Bedeckungen müssen nur noch getragen werden, wenn kein Abstand von 1,5 Metern zu Personen eines anderen Haushalts möglich sind
  • Strand: Abstand von 1,5 Metern zu Personen aus anderen Haushalten. Strandliegen nach Benutzung desinfizieren.
  • Restaurants: Zwischen den Tischen besteht ein Abstand von 1,5 Metern.
  • Discos und Nachtclubs: Können in Regionen mit Inzidenz unter 50 bis 3 Uhr nachts öffnen
  • Hotels und Unterkünfte informieren über die geltenden Hygienevorschriften
  • Rauchverbot im Freien, wenn kein Abstand von zwei Metern zu anderen Personen möglich ist

Bei Corona-Symptomen muss die zuständige Gesundheitsbehörde informiert werden. Außerdem sollen sich die Personen in Selbstisolation begeben.

Urlaub in Spanien trotz Corona: Welche Regeln gelten bei der Rückkehr nach Deutschland?

Bei der Rückkehr aus dem Spanien-Urlaub mit dem Flugzeug brauchen Reisende einen negativen Corona-Test. Für Genesene, Geimpfte und Kinder unter sechs Jahren gelten Ausnahmen. In vielen Fällen ist ein Test am Flughafen möglich. Auch manche Unterkünfte organisieren Corona-Tests. Wer positiv getestet ist, muss die Quarantäne vor Ort verbringen. Einige Reiseveranstalter bieten dafür Versicherungen an.

Spanien-Urlaub trotz Corona: Digitale Einreiseanmeldung bei der Rückkehr aus Risikogebiet

Bei der Rückkehr aus den spanischen Risikogebieten wie Katalonien oder Andalusien müssen Urlauber eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Dann erhält man eine Bestätigung, die bei Kontrollen am Flughafen oder Grenzübergängen vorgelegt werden muss. Wenn eine Quarantänepflicht vorliegt, wird das zustände Gesundheitsamt informiert. Das Ausfüllen der Einreiseanmeldung ist frühstens drei Tage vor der Einreise nach Deutschland möglich.

Auch wenn Reisende über den Landweg aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren, gilt eine Testpflicht. Geimpfte, Genesene und Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Bei der Einreise müssen sich die Rückkehrer aus Risikogebieten für zehn Tage in Quarantäne begeben. Bei einem negativen Test (Meldung über die digitale Einreiseanmeldung) kann die Quarantäne sofort beendet werden. Ein Schnelltest darf nicht älter als 48 Stunden, ein PCR-Test nicht älter als 72 Stunden sein. (Max Schäfer)

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