Eine Frau steht mit Koffer vor einer Anzeigetafel im Flughafen.
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Sämtliche Security Checks konnten nicht verhindern, dass eine Frau sich jahrelang umsonst in Flugzeuge schlich.

Ohne Pass oder Ticket

20 Jahre lang umsonst geflogen: Frau fliegt mit dreister Masche auf

Für über 30 Flugreisen zahlte eine Frau keinen einzigen Cent – dafür wurde sie nun erneut festgenommen. Ihre Masche ist sowohl dreist als auch erschreckend einfach.

Zur Urlaubsplanung gehört in der Regel, sich nach den preiswertesten Flügen umzusehen. Für die US-Amerikanerin Marylin H. spielte das allerdings keine Rolle. Mit einer dreisten Masche gelang es ihr, 20 Jahre lang in einen Flieger nach den anderen zu steigen – ohne dabei auch jemals einen Cent zu zahlen oder einen Pass zu besitzen. Am 16. März wurde die 69-Jährige am Chicago O‘Hare International Airport festgenommen.

20 Jahre lang als blinde Passagierin unterwegs

Erst vor Kurzem hat der US-Sender CBS 2 den Fall von Marylin H. öffentlich gemacht. In einem Interview mit dem Investigativ-Reporter Brad Edwards erzählte die 69-Jährige, wie ihre Laufbahn als blinde Passagierin im Jahr 2002 ihren Anfang nahm – und das so kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001, wo die Sicherheitsvorkehrungen in den USA enorm verschärft wurden: „Als es mir das erste Mal gelang, flog ich nach Kopenhagen“, berichtete die Frau. „Beim zweiten Mal flog ich nach Paris.“ Es sollte zwölf Jahre dauern, bis H. schließlich die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich zog. Nach einer Reise von San Jose nach Los Angeles wurde sie von einem Richter ermahnt, sich nicht noch einmal etwas zu schulden kommen zu lassen.

Allerdings zeigt die Warnung keine Wirkung: Im Januar 2018 fand ihr bislang letzter Flug als Schwarzfahrerin statt. Sie konnte sowohl dem „Sicherheitsprozess“ als auch dem „Dokumenten-/Ticket-Check“ entgehen, wie es heißt. Bei ihrem anschließenden Flug nach London mit der Fluggesellschaft British Airways sparte sie sich 3.428 Dollar Reisekosten. Schon seit einiger Zeit muss die Gratis-Fliegerin eine elektronische Fußfessel tragen, weshalb sie zuletzt auch am Flughafen in Chicago geortet werden konnte. Laut dem Bericht von CBS 2 leidet die Frau an einer psychischen Erkrankung und ist obdachlos.

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Ohne Check durchs Boarding: Frau heftet sich an Fersen fremder Personen

Aber wie gelang es der 69-Jährigen eigentlich, sich fast 20 Jahre lang ohne Pass und Ticket in Flugzeuge zu schleichen? Ihre Masche ist denkbar einfach: „Ich habe noch nie ein Flugzeug alleine betreten können. Ich wurde immer durchgelassen“, erklärte sie im Interview. Der Trick: Sie heftete sich immer an eine fremde Person, sodass es aussah, als wäre sie in Begleitung unterwegs. „Dass sie damit immer wieder durchgekommen ist, macht einen schier sprachlos“, meint Luftsicherheits-Experte Jeff Price laut bild.de dazu. „Die Genialität der Vorgehensweise liegt in ihrer Einfachheit. Oftmals funktionieren gerade die unkomplizierten Methoden am besten.“ Mit dieser Masche soll es der Frau mindestens 30 Mal gelungen sein, sich auf Inlands- und Auslandsflüge zu schleichen. Mittlerweile ist die Frau bei den Sicherheitsbeamten am Flughafen in Chicago bekannt. Nach dem letzten Vorfall wurde sie erneut festgenommen – wegen der Corona-Pandemie war sie zuvor frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen und unter häusliche Überwachung gestellt worden. (fk)

Lesen Sie auch: Flugbegleiter klagt: „Das war die schrecklichste Passagierin aller Zeiten“.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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