Liegen und Schirme an einem Strand auf Sardinien.
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Die Reise-Lust nimmt bei vielen wieder zu – auch wegen gelockerte Corona-Regeln.

Mehr Freiheiten für Reisende

Juni-Urlaub 2021: Italien, Spanien, Türkei & Co. lockern die Corona-Regeln

In Europa hoffen viele Länder auf mehr Urlauber im Sommer. Lockerungen der Corona-Regeln sollen mehr Anreize schaffen. Was ab Juni gilt.

Der Sommer steht kurz bevor und vielen dürstet es nach einem entspannten Strand-Urlaub in der Sonne. Um das Reisen noch attraktiver zu gestalten, lockern viele Länder wie Italien, Spanien oder Österreich ihre Corona-Maßnahmen. Komplett ohne Regeln geht es aber nicht: Vielerorts braucht es weiterhin einen Testnachweis oder Einreise-Formulare. Zudem müssen Sie beachten, dass die meisten Länder Europas aus Sicht des Robert Koch-Instituts noch Risikogebiete sind. Welche Lockerungen vorgenommen wurden und was bei der Einreise zu beachten ist, erfahren Sie hier.

Italien-Urlaub im Juni: Diese Lockerungen gelten jetzt

Am 1. Juni wurden in drei italienischen Regionen die Corona-Beschränkungen enorm gelockert. Gemäß der Corona-Ampel, die in Italien verwendet wird, sind die Regionen Friaul-Julisch Venetien und Molise an der Andria sowie die Insel Sardinien wieder „weiße Zonen“. Das heißt, die 7-Tage-Inzidenz liegt dort seit drei Wochen unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Wer sich dort aufhält, muss sich nur noch an die Maskenpflicht und die Abstandsregeln halten. Nächste Woche sollen dann die Regionen Venetien, Ligurien und Abbruzzen folgen. Bei weiterhin sinkenden Infektionszahlen sollen auch die übrigen Regionen Italiens bis zum Ende des Monats zu „weißen Zonen“ werden.

Seit dem 1. Juni dürfen Restaurants zudem wieder Gäste im Innenbereich begrüßen und ab dem 7. Juni soll die Ausgangssperre erst ab Mitternacht gelten. Ab dem 21. Juni könnte die Ausgangssperre komplett entfallen.

Einreise-Regeln: Wer nach Italien reisen will, muss zunächst eine Online-Anmeldung ausfüllen und das zuständige Gesundheitsamt innerhalb von 48 Stunden informieren. Zudem braucht es einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden ist. Eine Ausnahme von der Testpflicht gibt es für Geimpfte und Genesene nur, wenn sie nach Sardinien reisen.

Auch interessant: Italien-Urlaub 2021: In dieser Region können sich Reisende ab Juli Gratis-Übernachtungen sichern.

Herdenimmunität auf Malta: Einreise-Lockerungen ab Juni

Im Mai verkündete Malta die Herdenimmunität und öffnete am 1. Juni wieder für Urlauber. An Stränden und Pools entfällt damit die Maskenpflicht und ab dem 7. Juni sollen in Restaurants wieder sechs Personen pro Tisch zugelassen werden. Zudem dürfen sich dann wieder Gruppen von bis zu sechs Personen öffentlich treffen. Bars und Clubs dürfen unter Auflagen öffnen. Ab dem 7. Juli soll obendrein die Maskenpflicht für vollständig Geimpfte entfallen, wenn sie allein oder mit anderen vollständig geimpften Personen unterwegs sind. Gruppen mit mehr als zwei Personen müssen aber weiterhin Masken tragen.

Einreise-Regeln: Die Einreise aus sogenannten „Korridorländern“ nach Malta ist erlaubt – dazu gehört auch Deutschland. Bei der Einreise muss von allen Reisenden über fünf Jahren eine „Passenger Location Form“ sowie ein negativer PCR-Test vorgelegt werden, der nicht älter als 72 Stunden ist. Der Test kann auch bei der Einreise am Flughafen durchgeführt werden – ansonsten gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht. Anstatt des negativen PCR-Tests kann auch ein maltesischer Impfnachweis mit QR-Code vorgelegt werden, wie das Auswärtige Amt informiert. Bei der Ankunft am Flughafen gilt eine Maskenpflicht, außerdem wird die Körpertemperatur gemessen. Zudem muss bei der Einreise noch eine „Public Health Travel Declaration“ mitgeführt werden.

Urlaub trotz Corona: Spanien verspricht mehr Reisefreiheit ab dem 7. Juni

Spanien plant ab dem 7. Juni mehr Reisefreiheit: Ab dann dürfen vollständig Geimpfte und Genesene aus der ganzen Welt ohne Corona-Test einreisen. Die Geimpften müssen mit einem Vakzin, das in der EU zugelassen ist immunisiert sein. Seit Pfingstmontag entfällt zudem die Testpflicht für Reisende aus der EU, wenn die 14-Tage-Inzidenz in ihrem Land unter 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt. Deutschland gehört aktuell noch nicht dazu.

Einreise-Regeln: Reisende ab sechs Jahren, die aus einem Risikoland kommen, müssen einen negativen PCR-Test vorlegen. Auch Deutschland zählt derzeit zu den Risikoländern. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Flugreisende müssen außerdem ein Formular im Spain Travel Health-Portal ausfüllen – dieses kann auch über die kostenlose SpTH-App erledigt werden. Daraus wird ein QR-Code generiert, der bei der Einreise vorgelegt werden muss.

Erfahren Sie hier: Sommer-Urlaub 2021: Spanien, Italien, Griechenland – Aktuelle Corona-Regeln beliebter Reiseländer.

Österreich-Urlaub mit mehr Freiheiten

Österreich hat zum 19. Mai schon einige Lockerungen vorgenommen. Seither gibt es keine Quarantänepflicht mehr für Einreisende, die aus einem Staat „mit geringem Infektionsgeschehen“ – so wie Deutschland – einreisen. Viele Einrichtungen können mit einem negativen Testergebnis, einem Impfnachweis oder der Bestätigung einer durchlaufenen Covid-19-Erkrankung besucht werden. Ab dem 10. Juni sollen weitere kleinere Lockerungen folgen: So sind im Innenbereich von Gastronomien dann maximal acht Erwachsene pro Besuchergruppe erlaubt und im Außenbereich 16 Erwachsene – Kinder werden nicht mitgerechnet, außerdem gibt es keine Einschränkung bei der Anzahl der Haushalte. Außerdem wird der Mindestabstand von Gästegruppen in Beherbergungen auf einen Meter reduziert.

Einreise-Regeln: Die Einreise nach Österreich ist mit einem negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden ist, oder einem Antigen-Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden ist, erlaubt. Alternativ kann ein Impfnachweis über eine erste Impfung, ab dem 22. Tag nach der ersten Dosis, vorgelegt werden. Ein Nachweis über eine durchgemachte Infektion in den vergangenen sechs Monaten ist ebenfalls gültig. Zudem müssen sich Reisende vor der Einreise nach Österreich elektronisch registrieren.

Urlaub im Juni: Einfachere Einreise in die Türkei

Die Einreise in die Türkei ist seit dem 1. Juni auch mit einem negativen Antigen-Schnelltest möglich, der nicht älter als 48 Stunden ist. Es kann aber weiterhin ein negativer PCR-Test, der maximal 72 Stunden zurückliegt, vorgelegt werden. Ein amtlicher Nachweis über eine vollständige Impfung, die mindestens 14 Tage zurückliegt, oder eine amtliche Dokumentation über einer Genesung von einer Covid-19-Erkankung, die nicht länger als sechs Monate her ist, sind ebenfalls gültig.

Einreise-Regeln: Neben dem Test-, Impf- oder Genesungsnachweis müssen Reisende ein elektronisches Formular des türkischen Gesundheitsministeriums ausfüllen. Dieses wird bei der Einreise kontrolliert. Anschließend erhalten Reisende einen Genehmigungscode („HES-Code“), der bei Kontrollen im Land vorzuzeigen ist. (fk)

Lesen Sie auch: Sommer-Urlaub 2021: Diese Reiseziele sind quasi coronafrei.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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