Passagiere sitzen im Flugzeug.
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Viele Flugpassagiere wünschen sich einen ruhigen Flug – wenn da nicht gesprächige Sitznachbarn wären. (Symbolbild)

Unglaubliche Geschichte

Warnung von Flugpassagierin: Darum sind redselige Sitznachbarn mit Vorsicht zu genießen

  • Franziska Kaindl
    VonFranziska Kaindl
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Ob im Zug oder Flugzeug: Gesprächige Sitznachbarn hat wohl jeder schon einmal erlebt. Eine Flugpassagierin warnt aber nun von einer Masche, die dahinter stecken könnte.

Im Flugzeug kommt es gelegentlich vor, dass ein Sitznachbar äußerst gesprächig ist – die einen sind davon genervt, andere wiederum lassen sich darauf ein. Aber nur die wenigsten würden wohl vermuten, dass redselige Passagiere mit einem unerfreulichen Hintergedanken das Gespräch suchen. Genau das ist aber der Twitter-Nutzerin „Igbo Pilot“ passiert. In einigen Tweets berichtet sie von einem erschreckenden Vorfall, der ihr kürzlich widerfahren ist. Ihr Fazit: „Wenn ihr viel mit dem Flugzeug reist, dann hütet euch vor allzu freundlichen, gesprächigen Sitznachbarn.“

Flugpassagierin kommt mit Sitznachbarin ins Gespräch – mit beinahe fatalen Folgen

Aber was genau ist nun passiert? Der Twitter-Nutzerin zufolge passierte folgendes: „Diese ältere Dame kommt und setzt sich im Flugzeug neben mich. Sie bat mich, ihr zu helfen, ihre Tasche in das Gepäckfach zu legen. Aber ein Herr, der mir gegenüber saß, kam mir zuvor.“ Danach verwickelte die ältere Frau sie sofort ein Gespräch, sodass sie sich den ganzen Flug über nach Dubai unterhielten. Aber plötzlich schien es ihrer Sitznachbarin nicht mehr gutzugehen: „Als der Pilot ankündigte, dass wir nun mit dem Sinkflug nach DXB beginnen würden, bekam meine gute Freundin plötzlich Magenschmerzen. Da ich ein gutes Herz hatte, drückte ich den Knopf des Stewards, und die Stewardess kam, um herauszufinden, was das Problem war. Ich sagte ihr, dass sich meine Sitznachbarin nicht wohl fühlte. Und diese Dame fing plötzlich an, mich als ‚meine Tochter‘ anzusprechen.“

Die Stewardess gab ihr ein paar Schmerzmittel und der Pilot verkündete anschließend, dass es einen medizinischen Notfall an Bord geben würde. Die ältere Dame fing an zu weinen und wollte ihre Hand nicht mehr loslassen: „Alle nahmen an, wir würden uns kennen.“ Bei der Landung nahm wieder derselbe Mann ihr Gepäck heraus, der es verstaut hatte – dabei nahm er die Twitter-Nutzerin beiseite, um sie zu warnen: „Er riet mir, mich von dieser Dame zu distanzieren und dem Kabinenpersonal klarzumachen, dass wir NICHT zusammen reisen würden. Er war ein Geschenk des Himmels!“ Das tat sie anschließend und weigerte sich auch, die Handtasche der Frau zu nehmen, obwohl sie sie darum bat – nicht ohne schlechten Gewissen: „Aber der Herr sah mir in die Augen und schüttelte nachdrücklich den Kopf. Er reichte mir einen Zettel, auf dem stand, dass ich sie dem Kabinenpersonal überlassen sollte.“

Nach Fluchtversuch: Ältere Dame wird festgenommen

Glücklicherweise hörte die Twitter-Nutzerin auf den Mann: Denn kaum war das Flugzeug gelandet und die Passagiere ausgestiegen, sprang die alte Dame aus dem Rollstuhl, der ihr organisiert wurde, und versuchte zu flüchten. „Sie ließ die Stewardess mit ihrer Handtasche zurück und rannte mit dem Rest ihres Handgepäcks einfach in Richtung Ausgang! Zum Glück war die Flughafenpolizei schneller als sie. Sie erwischten sie und brachten sie in Handschellen zurück.“ Dabei rief die Dame offenbar immer wieder nach ihr und fragte sie: „‘Meine Tochter, meine Tochter, wie konntest du mir das antun?‘“ Da habe sie es endlich begriffen: „Sie hatte Drogen bei sich und versuchte, mich zu belasten!“

Der Mann aus dem Flugzeug kam ihr zuhilfe und versicherte der Flughafenpolizei, dass die beiden sich erst an Bord kennengelernt hatten. „Die Polizei nahm meinen Reisepass und forderte sie auf, meine vollständigen Namen zu nennen, wenn es stimme, dass wir zusammen reisten. Durch Gottes Gnade hatte ich ihr nicht einmal meinen Vornamen gesagt!“, berichtet die Nutzerin weiterhin. Dennoch wurde das Gepäck der Frau auf ihre Fingerabdrücke untersucht – Fehlanzeige. Zu guter Letzte wurde sie mit dem Rat entlassen, niemals das Gepäck eines anderen anzufassen, weder im Flugzeug noch im Flughafen. Sie zog für sich folgende Lehre darauf: „Von diesem Tag an ist es mir egal, wie viel Gepäck Sie haben, Sie werden sich selbst darum kümmern. Ich werde Ihnen nicht einmal einen Trolley anbieten, auf den Sie Ihr Gepäck stellen können! ‚Ihr Gepäck ist ihr Problem‘ lautet mein Grundsatz“.

Mit ihrer Geschichte schockiert die Nutzerin „Igbo Pilot“ andere Twitter-User: „Seid am Flughafen bloß nicht nett. Viele Leute sitzen für Verbrechen im Gefängnis, die sie nie begangen haben, aber sie können ihre Unschuld nicht beweisen“, schreibt jemand. „Sehr informativ, besonders für gutherzige Menschen wie mich“, meint ein anderer. Der Tweet von „Igbo Pilot“ wurde mittlerweile fast 8.000 Mal geteilt und beinahe 10.000 Mal geliked. (fk)

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