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Spanien-Urlaub trotz Corona: Das müssen Touristen im Hochinzidenzgebiet beachten

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Von: Sebastian Richter, Sophia Lother

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Spanien ist Corona-Hochinzidenzgebiet. Was sollten Urlauber vor Antritt der Reise wissen? Ein Überblick.

Frankfurt/Madrid – In Deutschland liegen die Corona-Fallzahlen auf einem niedrigen Niveau. Das bringt viele Menschen in Deutschland in ein neues Urlaubsfieber. Besonders beliebt: Spanien und seine malerischen Inseln wie Mallorca, die übrigen Balearen und die Kanaren. Allerdings ist die Corona-Pandemie noch nicht überwunden, es gibt weiterhin einiges zu beachten.

Laut dem Robert-Koch-Institut ist das Lieblingsurlaubsland der Deutschen seit Dienstag (27.07.2021) ein Corona-Hochinzidenzgebiet. Diese Entscheidung wird vom Bundesministerium für Gesundheit, dem Auswärtigem Amt und dem Innenministerium getroffen. Darüber hinaus gibt es in Spanien noch einige Regeln, die auch für Urlauber aus Deutschland relevant sind. Was müssen Reisende aus Deutschland also aktuell beachten?

Die Corona-Pandemie traf Spanien vor allem im Herbst 2020 und Anfang 2021 mit voller Wucht. Allerdings sanken die Fallzahlen im Frühjahr, auch die Inzidenz pendelte sich auf einem relativ niedrigem Niveau ein. Zwischenzeitlich hob das Auswärtige Amt die Reisewarnung für große Teile von Spanien auf, darunter auch die Balearen und die Kanaren. Die Öffnung von Clubs im Feier-Domizil Mallorca wurde rege diskutiert. Jetzt verschlechtert sich die Corona-Lage im Land wieder.

Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien: Was bedeutet das für Urlauber bei der Rückkehr?

Da Spanien als Corona-Hochinzidenzgebiet gilt, rät das Auswärtige Amt von touristischen Reisen dorthin ab – mitten während der Urlaubssaison. Für Urlauber, die trotzdem nach Mallorca oder die Kanaren reisen, gilt deswegen eine Quarantänepflicht nach der Rückkehr. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen. Zudem braucht man eine digitale Einreiseanmeldung, die bei der Rückkehr nach Deutschland mitgeführt werden muss. Diese Einreiseanmeldung kann frühestens drei Tage vor der Rückreise ausgefüllt werden.

Cala Pi, Mallorca, Spanien
Mallorca: Die Urlaubslust der Deutschen nach Spanien ist zurück. Die Corona-Pandemie ist allerdings noch nicht vorbei. Weiterhin sind einige Regeln zu beachten. (Symbolbild) © Hans Blossey via www.imago-images.de

Corona-Hochinzidenzgebiet Spanien: Was bedeutet das für Urlauber bei der Einreise?

Andersherum wird Deutschland von Spanien nicht als Corona-Risikogebiet eingestuft. Deswegen sind die Regeln für die Einreise nach Deutschland überschaubar. In die meisten Regionen Spaniens ist bei der Reise mit dem Flugzeug nicht mal ein negativer Corona-Test nötig, einzige Ausnahme: Mallorca und die übrigen Balearen – und das auch nur für große Gruppen. Wer hier seinen Urlaub verbringen möchte und mit mehr als 20 Personen anreist, muss beim Check-in in der Unterkunft ein negatives Testergebnis oder einen Impfnachweis vorlegen.

Zudem muss bei der Einreise nach Spanien per Flugzeug ein Einreiseformular ausgefüllt werden. Das gilt auch für Urlauber, die über den Seeweg nach Spanien einreisen. Dabei wird ein QR-Code generiert, der vorgezeigt werden muss. Nur auf dem Landweg ist das Ausfüllen eines derartigen Formulars bisher nicht Pflicht. Stattdessen gelten hier jedoch andere Regeln.

Die Corona-Lage in den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen

Spanien-Urlaub trotz Corona: Testpflicht bei Einreise über Landweg

Bei der Einreise über Land besteht in Spanien noch immer eine Corona-Testpflicht für Urlauber. Der Test darf dabei nicht älter als 48 Stunden sein und muss entweder als Ausdruck oder in digitaler Form vorgezeigt werden. Ausgenommen sind vollständig Geimpfte, Genesene jeweils mit entsprechendem Nachweis sowie Kinder unter zwölf Jahren. Folgende Daten muss das Test-Zertifikat enthalten:

Corona-Regeln für den Spanien-Urlaub: Diese Regeln gelten im ganzen Land

Seit dem Ende des Nationalen Gesundheitsnotstandes in Spanien gelten keine einheitlichen Regeln mehr auf dem Festland, den Balearen und den Kanaren. Die Regionen können selbst unterschiedliche Corona-Maßnahmen bestimmen. Einige Regeln gelten dagegen weiterhin überall:

Katalonien hat seine Corona-Regeln inzwischen aufgrund der steigenden Inzidenz deutlich verschärft. Restaurants, Bars, Kultur- und andere Betriebe müssen ihre Türen bereits ab 0.30 Uhr schließen. Außerdem sollen Strände und Plätze ebenfalls ab dieser Uhrzeit gesperrt werden. Hinzu kommt in einigen größeren Gemeinden die Ausgangssperre zwischen 1 und 6 Uhr. Davon ist auch die Urlaubs-Metropole Barcelona betroffen.

Urlaub in Spanien: Diese weiteren Corona-Regeln gelten auf Mallorca und Co.

Auf den Balearen gelten zusätzliche Regeln gegen Corona. So sollten Urlauber auf Mallorca, Menorca und Ibiza die dringende Empfehlung der Regionalregierung zu den Kontaktbeschränkungen beachten: Im Freien sind Treffen mit bis zu 15 Personen erlaubt, in Innenräumen dürfen sich nicht mehr als zehn Personen versammeln. Die Regierung der Inselgruppe zieht angesichts hoher Corona-Zahlen nun Konsequenzen. Ein entsprechender Beschluss ist am 24. Juli in Kraft getreten:

Spanien-Urlaub trotz Corona: Delta-Variante bereitet Sorgen

Möglich sind weitere Einschränkungen und neue Corona-Regeln. Ähnlich passiert im Nachbarland von Spanien: Aufgrund der rasanten Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus in Portugal reisten zahlreiche Touristinnen und Touristen vor ihrem eigentlichen Urlaubsende wieder zurück. (slo/spr) Stand: 2.08.2021.

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