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Blühpflanzen mit Stecklingen vermehren

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Dahlienknollen
Dahlienknollen werden für die Vermehrung der Pflanze ausnahmsweise schon im Winter zum Antreiben gebracht. © Christin Klose/dpa-tmn

Eine Pflanze ist gut, aber mehr davon wären doch schöner, oder? Zum Glück kann man seine Lieblingspflanzen ziemlich einfach vermehren - man braucht nur etwas Geduld und den richtigen Zeitpunkt.

Bornhöved - Wie wär's, wenn aus ihrer schönsten Blume aus dem Garten viele werden? Die Vermehrung über Stecklinge ist eine Methode dafür. Und das geht auch noch denkbar einfach.

Man schneidet einen Trieb ab und steckt ihn in die Erde - da wächst er an, und man hat eine weitere Pflanze mit den gleichen Qualitäten und Eigenschaften. Das ist natürlich vereinfacht beschrieben - aber das Vermehren mit den sogenannten Stecklingen ist wirklich kein Kunststück.

Es gibt zwei Zeiträume im Jahr, in der man in der Regel bei den für diese Vermehrungsmethode geeigneten Balkon-, Kübel- und Zimmerpflanzen loslegen kann. Zwischen Januar und März oder ab August bis zum Abräumen der Sommerbepflanzung im Freien vor den ersten Frösten.

Dahlie ausnahmsweise im Winter antreiben

Die Dahlie zum Beispiel ist ab Winter dran, empfiehlt die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke. So gelingt die Vermehrung an ihrem Beispiel:

Die Dahlienknollen lagern im Winter außerhalb der Erde und werden eigentlich erst ab dem Frühjahr zurück in den Topf oder Boden gebracht. Will man Stecklinge gewinnen, topft man die Knollen aber schon jetzt ein und lässt sich im warmen Zimmer antreiben. Außerdem muss man die Staude ab jetzt gießen.

„Nach zwei bis drei Wochen erscheinen erste Triebe, die Sie, wenn sie etwa drei Zentimeter lang sind, mit den Fingern von der Knolle abknipsen können“, sagt Schwedtke. Die unteren Blätter der Triebe werden entfernt, in Bewurzelungspulver und später in nährstoffarmes, durchlässiges Anzuchtsubstrat gesteckt.

Spätfröste abwarten

Wie geht es weiter? Die Töpfe mit den Stecklingen mit Plastiktüten zudecken, aber die Hülle alle paar Tage zum Lüften öffnen, rät Schwedtke. Außerdem müssen es auch die Stecklinge im Haus warm haben und ihr Wasserbedarf sollte geprüft werden. Nach zwei Wochen bilden sich erste Wurzeln. „Etwa sechs Wochen nach dem Stecken können Sie die Stecklinge topfen und dabei die Trieb-Spitzen herausknipsen, um die Verzweigung anzuregen.“

Nun ist bereits April - eine gute Zeit, um die Dahlien in einem unbeheizten Gewächshaus abzuhärten, wenn man eines hat. Richtig ausgesetzt in den Garten oder im Topf auf Terrasse oder Balkon gestellt werden die neuen Pflanzen aber erst nach Mitte Mai. Denn dann ist die Gefahr von Spätfrösten in Deutschland in der Regel vorbei. Die Pflanzen wachsen und gedeihen den Sommer über. „Zum Saisonende wird sich eine Knolle gebildet haben“, so Schwedtke. dpa

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