+
Bauunternehmer Klaus Gregor will Unbefugte mit drastischen Mitteln am Betreten seiner Baustellen hindern.

Härtere Geschütze

Dubiose Warnung: Schock-Plakat auf Baustelle lässt Passanten stutzig werden

  • schließen

Eine Oberpfälzer Baufirma war es leid, dass Baustellen ständig von Unbefugten betreten wurden. Ein kurzerhand aufgehängtes Schild sollte viele abschrecken - mit Erfolg.

Jugendliche, die ausufernde Partys feiern, oder neugierige Anwohner: Auf Baustellen herrscht oft reger Verkehr und das zum Ärgernis von Baufirmen. Nicht nur teure Baumaschinen wie Kräne und Bagger auf dem Gelände, auch die Gefahren auf Baustellen sind ein Grund, warum Unbefugte keinen Zutritt haben. Einer Firma aus der Oberpfalz ist es jetzt zu bunt geworden, weil sie immer wieder "Zivilisten" oder ihre Hinterlassenschaften auf ihren Baustellen entdeckt haben. Um das in Zukunft zu vermeiden, kam Unternehmer Klaus Gregor eine kuriose Idee.

Rollerfahrer und Spaziergänger auf Baustelle: Schild soll Unbefugte abschrecken

Er befestigte ein Schild am Bauzaun, auf dem "Nicht nur kurz. Nicht nur eine Minute. Gar nicht! Wir sind es leid, immer wieder leblose Körper vergraben zu müssen" aufgedruckt ist. Das Schild hänge da seit einigen Wochen und seitdem sei Ruhe auf der Baustelle, zitiert das Portal Tag24 Unternehmer Gregor. Er sah sich gezwungen härtere Geschütze aufzufahren, weil harmlosere Schilder wie "Betreten der Baustelle verboten" keine Wirkung gezeigt hatten.

Video: Leblose Körper vergraben - drastische Warnung an Baustellenzaun

Einmal sei sogar ein Mann mit einem Roller über die Baustelle geprescht und wäre beinahe mit einem Radlader kollidiert. Der Fahrer des Baustellenfahrzeugs hatte den Rollerfahrer nicht bemerkt. Auch Spaziergänger auf Baustellen kämen Gregor zufolge durchaus vor - kürzlich seien Leute über das Gelände gelaufen, als ein Kran Betonplatten transportiert hat. Die Menschen seien einfach unter den schwebenden Platten hindurch spaziert. Vor dem Hintergrund, dass Baustellen-Betreiber bei Unfällen Unbefugter haften, will auch Unternehmer Gregor solche gefährlichen Situationen nicht mehr erleben. Sein innovatives Schild mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor zeigt in jedem Fall bereits Wirkung.

Lesen Sie auch: Ex-Einbrecher verrät, mit welchem Fehler viele ihr Hab und Gut gefährden.

jg

Was darf die Hausordnung vorschreiben?

Wenn die Hausordnung im Hausflur aushängt, darf sie nur Hinweise oder Anordnungen enthalten, die das Zusammenleben der Mieter regeln. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa-tmn
Wenn die Hausordnung im Hausflur aushängt, darf sie nur Hinweise oder Anordnungen enthalten, die das Zusammenleben der Mieter regeln. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa-tmn © Arne Immanuel Bänsch
Silvia Jörg ist Geschäftsstellenleiterin des Interessenverbands Mieterschutz in Hamburg. Foto: Interessenverband Mieterschutz/dpa-tmn
Silvia Jörg ist Geschäftsstellenleiterin des Interessenverbands Mieterschutz in Hamburg. Foto: Interessenverband Mieterschutz/dpa-tmn © Interessenverband Mieterschutz
Julia Wagner arbeitet beim Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. Foto: Die Hoffotografen/Haus & Grund Deutschland/dpa-tmn
Julia Wagner arbeitet beim Eigentümerverband Haus & Grund in Berlin. Foto: Die Hoffotografen/Haus & Grund Deutschland/dpa-tmn © Die Hoffotografen
Rolf Janßen ist Geschäftsführer des DMB Mieterschutzvereins Frankfurt am Main. Foto: Foto Wachendörfer/DMB Mieterschutzverein/dpa-tmn
Rolf Janßen ist Geschäftsführer des DMB Mieterschutzvereins Frankfurt am Main. Foto: Foto Wachendörfer/DMB Mieterschutzverein/dpa-tmn © Foto Wachendörfer
Ist Treppenreinigen eine Aufgabe der Mieter? Geregelt werden kann das in der Hausordnung. Foto: Christin Klose/dpa-tmn
Ist Treppenreinigen eine Aufgabe der Mieter? Geregelt werden kann das in der Hausordnung. Foto: Christin Klose/dpa-tmn © Christin Klose

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare