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Gas sparen: Fünf Tipps, mit denen Sie Ihre Kosten beim Warmwasser deutlich senken

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Von: Andrea Stettner

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Wer Gas sparen will, denkt meist zuerst an die Heizung. Doch tatsächlich lässt sich auch jede Menge Gas sparen, wenn der Verbrauch beim Warmwasser gesenkt wird.

Ein beachtlicher Teil des Energieverbrauchs im Haushalten ist auf das Warmwasser zurückzuführen. Die Warmwasserbereitung läuft in vielen Häusern über die Gasheizung. Wer mit Warmwasser achtsam umgeht, kann so auch bei der nächsten Gasrechnung sparen.

Frau wäscht Hände am Waschbecken. Schon beim Händewaschen können Sie Gas sparen.
Schon beim Händewaschen können Sie Gas sparen – indem Sie nur kaltes Wasser benutzen. © Oleksandr Latkun/Imago

Gas sparen beim Warmwasser: Fünf Tipps, um Kosten zu senken

  1. Hände waschen mit kaltem Wasser: Auch, wenn es Ihnen bei dieser Idee fröstelt – die Hände werden auch mit kaltem Wasser und Seife sauber. Und Sie sparen dabei auch noch Gas. „Die Wassertemperatur hat keinen Einfluss auf die Reduktion der Mikroorganismen“, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) mit. „Viel wichtiger sind die Dauer des Händewaschens und das Maß der Reibung beim Einseifen der Hände“, so die Experten. Etwa 20 bis 30 Sekunden reichen für gründliches Händewaschen aus.
  2. Duschen statt Baden: Wer duscht, spart etwa dreimal so viel Wasser wie bei einem Vollbad. Letzteres verbraucht rund 150 Liter Wasser, während bei einer zügigen Fünf-Minuten-Dusche nur 50 Liter den Abfluss hinunterlaufen.
  3. Kälter duschen: Im Winter brauchen es viele auch beim Duschen mollig warm. Doch gerade bei der Wassertemperatur lässt sich wunderbar Gas sparen. Wer etwa die Wassertemperatur von 40 °C auf 37 °C senkt, spart zehn Prozent an Energie zur Warmwassererzeugung ein, erklärt der Leiter der Gruppe Energieeffizienz, Reinhard Loch, gegenüber tagesschau.de. Auch eine kürzere Duschzeit hilft enorm, um Gas zu sparen.
  4. Sparduschköpfe verwenden: Sogenannte Sparduschköpfe begrenzen den Durchlauf an Wasser, ohne auf den gewohnten Duschkomfort verzichten zu müssen. Während ein herkömmlicher Duschkopf pro Minute etwa 12 bis 15 Liter Wasser durchlässt, sind es bei der Sparvariante nur sechs bis neun Liter. Bei Regenwaldduschen können es sogar 20 Liter sein. So sparen Sie etwa die Hälfte an Warmwasser im Vergleich zu einem herkömmlichen Duschkopf. Kostenpunkt: etwa 20 Euro.
  5. Boden wischen mit kaltem Wasser: Warmes Wasser macht alles sauberer? Von wegen! Viele Reinigungsmittel werden durch Warmwasser sogar ineffizienter, da sich der enthaltene Alkohol schnell verflüchtigt. Für andere Reinigungsmittel spielt die Wassertemperatur wiederum keine Rolle, weshalb Sie hier getrost mit kaltem Wasser den Boden wischen können. „Für die meisten Allzweckreiniger genügt kaltes Wasser, um eine gute Reinigungsleistung zu erzielen“, erklärt das europäische Verbraucherportal der Wasch- und Reinigungsmittelindustrie laut Ökotest. Achten Sie am besten auf die Deklaration auf der Verpackung: Wird nicht explizit warmes Wasser verlangt, genügt es, mit kaltem Wasser zu putzen.

Wie hoch ist der Energieverbrauch für Warmwasser im Haus?

Wie hoch der Anteil des Warmwassers am gesamten Energieverbrauch eines Haushalts ist, hängt tatsächlich von der Dämmung ab. In gut gedämmten Häusern wird weniger geheizt als in ungedämmten Gebäuden, der Wasserverbrauch durch Duschen, Baden, Kochen o.ä. ist jedoch immer gleich groß. Experten schätzen den Anteil für Warmwasser am Gasverbrauch in Niedrigenergiehäusern deshalb auf bis zu 25 Prozent, bei Altbauten auf rund 10 Prozent ein.

Wer beim Warmwasser Energiekosten sparen will, der sollte über eine Solaranlage nachdenken. Diese kann laut energiesparen-im-haushalt.de etwa 60 bis 70 Prozent der Energiekosten für warmes Wasser einsparen.

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