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Glasfassaden prägen das innerstädtische Bild in vielen Ortschaften. Sie sorgen für einen freien Blick und fungieren doch als Schall- und Wärmeschutz.

Glas am Bau. Modern und lichtdurchflutet

Glas findet am Bau auf ganz unterschiedliche Art und Weise Verwendung. Doch auch wenn die Glasarten im Detail variieren, so bleibt ihnen doch ein gemeinsamer Nenner.

Doch auch wenn die Glasarten im Detail variieren, so bleibt ihnen doch ein gemeinsamer Nenner: Glas am Bau sorgt für einen modernen Look von außen und lichtdurchflutete Räume innen. Welche Glasarten es gibt sowie einige Best-Practice-Beispiel sind Thema in diesem Beitrag.

Das Who-is-who der Glasarten am Bau

Glas wird immer häufiger verwendet – sowohl im Innen- als auch im Außenbereich von Häusern. Diese Glasvarianten finden dort Anwendung:

  • Isolierglas. Mehrere Scheiben nebeneinander zeichnen das Isolierglas aus. Zwischen den Scheiben befindet sich Gas, Edelgas oder Luft. Scheibenstärke, Anzahl und Gas entscheiden über die Isolierwirkung des Glases. Einsatz findet Isolierglas zum Schall- und Sonnenschutz. Eine spezielle Sonnenschutz-Isolierverglasung trägt eine Schicht aus Edelmetall, die durchsichtig oder abgetönt sein kann. Üblich ist durchaus auch eine Kombination aus Schutzglas und Sicherheitsglas.
  • Schallschutzglas.Dieses Spezialglas gibt es in unterschiedlichen Varianten: als Schalldämm-Verbundglas und als Schallschutz-Isolierglas. Beim Schalldämm-Verbundglas sind zwei Scheiben mit einer Gießharzschicht und einer Spezialfolie verbunden. Die Weiterverarbeitung von Schalldämm-Verbundglas in Kombination mit Wärmeschutzglas heißt Schallschutz-Isolierglas. Untergliedert wird im Schallschutz in sechs verschiedene Schallschutzklassen – von 27 dB Schallschutzminderung bis 52 dB Schallschutzminderung. Besondere Glas-Lärmschutzwände werden beispielsweise auch entlang von Straßen errichtet. Sie gewähren den Bewohnern und Autofahrern einen freien Blick, halten aber dennoch den Schall ab.
  • Sicherheitsglas. Diese Glasart gibt es als Verbundglas und Einscheibenglas. Was sie können, zeigen sie vor allem dann, wenn sie zu Bruch gehen. Sie splittern nicht etwa, sondern zerkrümeln eher. Am privaten Bau umfasst Sicherheitsglas auch eine Form von Einbruchschutz. Insgesamt vier Kategorien lassen sich unterscheiden. Zudem ist Verbund-Sicherheitsglas Pflicht bei Dachverglasungen, Vordächern oder Überkopf-Verglasungen. Eine Spezialform ist die durchschusshemmende Verglasung, eine andere Form ist das Alarmglas, auf dem eine Alarmschleife angebracht ist, die Strom leitet. Brandschutzglas gibt es in zwei Kategorien (F und G). Unterschieden wird danach, wie lange das Glas Hitze und Feuer widerstehen kann. Üblich ist durchaus auch eine Kombination aus Schutzglas und Sicherheitsglas.
  • Sichtschutzglas. Ornamentglas bzw. Gussglas ist leicht an der unebenen Oberfläche zu erkennen. Unterschieden wird in vier verschiedene Dursichtsklassen. Während hinter Glas der Klasse 1 das Dahinter noch gut erkennbar ist, ist es hinter Glas der Klasse 4 nur noch verschwommen.
  • Spiegelglas. Floatglas bzw. Flachglas trägt seinen ursprünglichen Namen aufgrund der Fertigung bzw. der spiegelglatten Politur, die das Spiegelglas nach der Fertigung erhalten hat. Je nach Beschichtungsart kann Spiegelglas als Sicherheits-, Sonnenschutz- oder Wärmeglas fungieren.
  • Verbundglas. Wird ein Glas mit einem anderen verbunden – und zwar über eine Spezialfolie – ist in der Praxis von Verbundglas die Rede. Zur Anwendung kommt Verbundglas immer in Verbindung mit einer speziellen Funktion: beispielsweise als Brandschutzglas, als Schallschutzglas oder als Alarmglas.
  • Wärmeschutzglas. Diese spezielle Form des Isolierglases hat eine ganz bestimmte Aufgabe: Die Wärme soll im Raum bleiben, die Kälte draußen. Entscheidend für die Wärmeisolierung ist dabei neben Glasstärke und Zwischenräumen die Beschichtung. Wärmeschutzglas hat einen Wärmedurchgangskoeffizient von 1,2 W/²K.

Die Vielfältigkeit der Glasvarianten zeigt bereits an: Glas am Bau ist überall möglich

Besonders hübsch macht Glas am Bau den Eingangsbereich eines Hauses. Dabei bringt es einen entscheidenden Vorteil mit: ein Vordach aus Glas ist ein heller und robuster Wetterschutz für den Eingangsbereich. Wer vor seinem Eigenheim steht und auf die Haustüre blickt, kann nun entscheiden, welche Form das Glasvordach über der Eingangstür haben soll.

Die gängigste Form ist das leicht geneigte Ganzglas-Dach, welches auf unterschiedliche Art und Weise angebracht werden kann. Eine freitragende Konstruktion mutet puristisch an. Punkthalter sind optisch etwas auffälliger. Edelträger oder gar Edelstahlschwerter, die das Glasdach über der Haustür tragen, sind eine deutlich massivere Konstruktion, die zum Rest des Hauses passen muss. Neben der bloßen Überdachung gibt es auch Konstruktionen, die den Seitenwind abschirmen, sich in gebogener Form über die Haustür schwingen oder gar eine praktische Regenrinne integriert haben.

Glas im Innenbereich: im Bad und Wohnbereich

Vor allem im Badezimmer, aber auch im Wohnbereich kommt zunehmend häufiger Glas zum Einsatz. Im Badezimmer sorgen echte Glasscheiben rund um Dusche und Badewanne dafür, dass der Eigentümer langfristig den Durchblick hat, denn Echtglas-Scheiben lassen sich viel leichter reinigen.

Im Wohnbereich dienen Schiebetüren dazu, beispielsweise den Wohn- vom Essbereich oder von der Küche zu trennen. Die Konstruktion als Schiebetür dient dabei dazu, eine grundsätzlich offene Raumgestaltung umzusetzen und im Bedarfsfall die Räume verschließen zu können. So kann der Wohnraum – wenn Gäste im Haus sind – als vorübergehender Schlafraum inklusive Intimsphäre gewahrt werden. Auch unangenehme Koch-Gerüche können so modern und ansprechend in die Küche gesperrt werden.

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