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Wenn Kindern die Zähne ausfallen, sollten Eltern sie dafür nicht gleich belohnen. Besser ist es, sich einfach mitzufreuen.

Kinder brauchen nicht für alles eine Belohnung

Sobald die Milchzähne ausfallen, bringt die Zahnfee nachts ein kleines Geschenk. So ist es mittlerweile bei vielen Familien üblich.

Sobald die Milchzähne ausfallen, bringt die Zahnfee nachts ein kleines Geschenk. So ist es mittlerweile bei vielen Familien üblich.

Aber ist es wirklich sinnvoll, Kinder für ganz normale körperliche Veränderungen zu belohnen? „Eingeführt haben Eltern das ja oft, weil es ihnen selbst weh tut, dem Kind etwas wegzunehmen - etwa bei der Schnullerfee”, sagt Ulric Ritzer-Sachs. Er arbeitet bei der der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Irgendwann wurde diese Idee auch auf andere Bereiche ausgeweitet. Er hält es aber für sinnvoll, die Zahl der mythischen Figuren eher klein zu halten: Weihnachtsmann oder Christkind ja, Zahnfee nicht unbedingt.

Dass ein Kind bleibende Zähne bekommt und groß wird, ist natürlich etwas Schönes, was Eltern würdigen können. „Statt eines Geschenks kann man sich aber auch einfach mitfreuen und gemeinsam ein Döschen für die ausgefallenen Zähne aussuchen gehen.” So entsteht bei den Kindern nicht die Erwartungshaltung, dass bei jedem Entwicklungsschritt eine Belohnung auf sie wartet.

(dpa)

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