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Kommunen geben mit speziellen Programmen die Möglichkeit, Leihoma oder -opa zu werden.

Leihgroßeltern werden - So geht's

Großeltern zu werden kann man sich wünschen. Ob es dann auch passiert, liegt aber nicht in der eigenen Hand. Wer sich trotzdem gerne um ein Kind kümmern möchte, hat die Möglichkeit, Leihoma oder Leihopa zu werden.

Großeltern zu werden kann man sich wünschen. Ob es dann auch passiert, liegt aber nicht in der eigenen Hand. Wer sich trotzdem gerne um ein Kind kümmern möchte, hat die Möglichkeit, Leihoma oder Leihopa zu werden.

Solche Programme bieten zum Beispiel die Kommunen an. „Die Idee ist, Generationen zusammenzubringen”, sagt Veronika Kirberg, die das Programm „Aktiv und engagiert” beim Jugendamt in Düsseldorf koordiniert. Das Programm steht nicht nur Menschen offen, die nicht Großeltern geworden sind, sondern auch jenen, die zu weit weg wohnen, um sich regelmäßig um ihre Enkel zu kümmern.

„Wir starten in der Regel mit zwei bis vier Stunden pro Woche”, sagt Kirberg. Die Leihoma, der Leihopa - oder beide - gehen in die Familie, lesen den Leihenkeln etwas vor, gehen mit ihnen auf den Spielplatz oder helfen bei den Hausaufgaben. „Beide sollen etwas davon haben”, betont Kirberg. Kostenlose Babysitter sind Leihgroßeltern dagegen nicht.

Wer Interesse hat, braucht ein einwandfreies erweitertes polizeiliches Führungszeugnis. Ein Mindest- oder Höchstalter für die Großeltern gibt es in der Regel nicht. In Düsseldorf zum Beispiel ist der Bedarf an interessierten Großeltern immer gegeben, sagt Kirberg. Auch Menschen, die nicht mehr ganz so fit sind, werden dort vermittelt. „Dann schauen wir eben, dass es nicht gerade ein Kitakind ist, sondern vielleicht eher eines im Grundschulalter, das gern puzzelt oder Gesellschaftsspiele mag.”

(dpa)

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