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Der Schweinswal (Phocoena phocoena), auch kleiner Tümmler genannt, ist die kleinste und einzige heimische Walart in Nord- und Ostsee.

Online-Karten zeigen Meeresbewohner in Nord- und Ostsee

Wo wird gequakt, gesungen und geheult? Neue Online-Karten zeigen, wo Schweinswale, Robben und Seevögel vor den deutschen Küsten gesichtet worden sind. Die Karten finden sich auf der Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Sie enthalten Daten aus den Jahren 2001 bis 2016.

Wo wird gequakt, gesungen und geheult? Neue Online-Karten zeigen, wo Schweinswale, Robben und Seevögel vor den deutschen Küsten gesichtet worden sind. Die Karten finden sich auf der Internetseite des Bundesamtes für Naturschutz (BfN). Sie enthalten Daten aus den Jahren 2001 bis 2016.

Erfasst wurden allein 29 000 Sichtungen von Schweinswalen und Walkälbern. Der Schweinswal (Phocoena phocoena), auch kleiner Tümmler genannt, ist die kleinste und einzige heimische Walart in Nord- und Ostsee. Für die 22 erfassten Seevogelarten fanden mehr als 61 000 Sichtungen Berücksichtigung. Erhoben wurden die Daten von der Universität Kiel und der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Auftrag des BfN.

Die angebotenen Daten sind sehr detailliert. So wurde am 25. Juli 2016 eine Kegelrobbe (Halichoerus grypus) zwischen Sylt und Amrum aus einem Flugzeug gesichtet. Im selben Jahr planschte am 25. August ein Schweinswal (Phocoena phocoena) unmittelbar vor der Stadt Kühlungsborn bei Rostock. Und eine Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla) kreiste am 11. Februar 2015 vor der Insel Helgoland.

Das Kartenmaterial kann von jedermann genutzt werden. Es ist allgemeinverständlich, wird aber auch für Forschungsprojekte verwendet. Die Daten, die den Karten zugrundeliegen, lassen sich in sogenannten Geoinformationssystemen mit anderen räumlichen Daten zusammenführen und abgleichen.

Die Veröffentlichung der Karten soll dabei helfen, den Naturschutz besser mit Fischerei, Schifffahrt und anderen Nutzungen der Nord- und Ostsee zu vereinbaren. Deshalb wurden auch menschliche Aktivitäten erfasst und in das Datenmaterial aufgenommen, etwa Schiffsverkehr. Außerdem finden sich in den Karten Informationen über Ölverschmutzungen und Reste von Fischernetzen.

Ab jetzt sollen die regelmäßig aktualisiert werden. Hierfür werden Daten aus dem sogenannten Wirbeltiermonitoring des BfN eingepflegt. Außerdem sollen Informationen darüber ergänzt werden, wo Schweinswale auch akustisch geortet worden sind.

(dpa)

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