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Renovierung: Safe im Haus gefunden – wem gehört jetzt der Tresorinhalt?

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Von: Anna Heyers

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Ein Reddit-User stieß bei der Renovierung seines Hauses auf zwei verschlossene Rohrsafes unter dem Teppich. Was darin ist, weiß er erst nach dem Öffnen.

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Erst vor kurzem kaufte Reddit-User „Kronkarp“ ein Haus aus den 70er-Jahren. Während der Renovierungsarbeiten findet er in einem Raum unter dem Teppichboden nicht nur einen, sondern gleich zwei Rohrsafes – direkt nebeneinander. Schlüssel gibt es anscheinend keine und der Vorbesitzer ist verstorben. Im Netz fragte Kronkarp die anderen Nutzer nach Rat: „Was tun?“

„Safe beim Renovieren gefunden – was tun?“

Kronkarp teilte seinen Beitrag auf Reddit, fragte nach Rat und binnen kürzester Zeit begann das Rätselraten. Ein Nutzer hofft zum Beispiel auf „Feder-Streich-Schlangen, die dann rausgehüpft kommen“, ein anderer vermutet eine „Zeitkapsel vom Hausbau mit einer Lokalzeitung“. Sehr spannend wäre auch eine „Karte zum Bernsteinzimmer“ – ein Kommentar mit besonders vielen Reaktionen. Bis jetzt sind die beiden Safes aber noch fest verschlossen.

Zwei runde, rote Rohrsafes, die im Boden eingelassen wurden.
Die beiden roten Rohrsafes haben je einen Durchmesser von etwa vier Zentimetern. © kronkarp/Reddit

Schlüsseldienst, Flex, Dittrich – Möglichkeiten zum Öffnen der Rohrsafes

Auch dazu gibt es zahlreiche Vorschläge. Einige Reddit-User sind davon überzeugt, dass Tresore dieser Art nicht sonderlich sicher sind und man sie vielleicht mit „zwei, drei gezielten Hammerschlägen“ oder einer Flex schon öffnen könnte. Ein Nutzer aus den Niederlanden, der den Post mitverfolgt, fände sogar, dass „lockpicking“ (dt.: Schlossknackerei) ein interessantes Hobby sein könnte.

Weniger Eigeneinsatz würde zum Beispiel ein professioneller Schlüsseldienst bieten. „Könnte teuer werden, die Dinger sind ja nicht so ohne. Und das für am Ende Luft vielleicht“, meint Kronkarp dazu.

Rechtslage: Wem gehört der Inhalt von Safe oder Tresor?

Grundsätzlich gilt erstmal: Wer in der Wohnung oder im Haus Gegenstände vom Vorbesitzer findet, darf sie nicht einfach so behalten – besonders, wenn es sich um wertvolle Fundstücke handelt. Ist der rechtmäßige Eigentümer ermittelbar, stehen ihm oder seinen Erben die Dinge zu (Urteil: LG Düsseldorf, AZ.15 0 103/11).

Ist der Eigentümer nicht mehr ermittelbar, gehört die Fundsache zur Hälfte dem Finder und zur Hälfte dem Besitzer des Fundortes (§984, BGB). Ist der Finder beides, gehört der sogenannte Schatzfund ihm alleine. Achtung: Auf Länderebene kann das unterschiedlich geregelt sein.

Was ist ein Rohrsafe und wozu nutzt man ihn?

Laut Kronkarp haben die beiden roten Safes in seinem Fußboden je einen Durchmesser von etwa drei bis vier Zentimetern. Ähnliche Modelle von heute haben dazu eine Länge von etwa 13 bis 20 Zentimetern. Im Privatgebrauch dienen sie häufig zur Aufbewahrung von Bargeld oder wichtigen Dokumenten, aber auch von Schlüsseln oder kleinen, wertvollen Gegenständen.

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Rohrsafes, oder auch Rohrtresore (werblicher Link) genannt, werden zudem von verschiedenen Dienstleistern genutzt. Zum Beispiel dem Aufzugdienst des Hauses, einem Energieversorger oder gar der Feuerwehr. Hier dienen die schlanken Depots zur sicheren Aufbewahrung von Objekten, die im Notfall wichtig sind.

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