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Unfall in Babenhausen: Retter müssen von Polizei geschützt werden.

60 Personen an Unfallstelle

Schaulustige bedrohen Retter nach Unfall - Gaffern droht Anzeige

Beim Einsatz nach einem schweren Unfall wurden die Retter massiv von Schaulustigen bedroht - die Polizei musste eingreifen. Nun droht den Gaffern Ärger.

Update vom Samstag, 17.08.2019, 15.32 Uhr: Neue Details zum Unfall in Babenhausen: Offensichtlich über Mitteilungen und Fotos in sozialen Medien seien in Windeseile viele Bürger am Donnerstagabend (16.08.2019) zur Unfallstelle in der Nähe der Joachim-Schumann-Schule geströmt. „Leider war der Sichtschutz zu kurz“, berichtete Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger über die große Anzahl an Schaulustigen.

48-Jährige bricht vor Ort in Babenhausen zusammen

Rund um die Unfallstelle versammelten sich immer mehr Schaulustige. Darunter war auch eine 48-Jährige, die vor Ort zusammenbrach. Die Frau sei vermutlich wegen der emotionalen Belastung kollabiert, denn einer der Unfallbeteiligten sei ein Familienmitglied von ihr gewesen. „Die Rettungssanitäter wollten der Frau helfen, wobei sie massiv gehindert wurden“, so die Polizei. Bei der Versorgung der Unfallopfer hätten die Schaulustigen jedoch nicht im Weg gestanden. Allerdings lenkt eine solche Gruppe die Rettungskräfte bei ihrer Arbeit massiv ab. Die Beamten prüfen nun, inwiefern einzelne Gaffer strafrechtlich belangt werden können.

Den Sachschaden schätzte die Polizei übrigens auf 11.000 Euro.

Update vom Freitag, 16.08.2019, 12.20 Uhr: Unfassbare Szenen in Südhessen: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (16.08.2019) hat sich ein schwerer Unfall in Babenhausen im Kreis Darmstadt-Dieburg in Hessen ereignet. Nach Angaben der Polizei wurden die Rettungskräfte bei der Versorgung von zwei Unfallopfern von Schaulustigen massiv behindert. 

Unter den rund 60 Menschen, die um die Unfallstelle standen, kollabierte eine 48-Jährige. Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, handelt es sich bei der Frau um eine Angehörige von einem der Unfallopfer. Auch da haben die Schaulustigen die ärztliche Versorgung behindert. 

Babenhausen: Schaulustige stören Rettungskräfte

Update, 9.27 Uhr: Als die Feuerwehr und die Sanitäter an der Unfallstelle in Babenhausen eintrafen, wurden sie von mehreren Schaulustigen verbal "sehr aggressiv" angegangen, berichtet nun die Polizei weiter. Während die Helfer die Verletzten versorgten, kamen laut Polizei immer mehrere Menschen an die Unglücksstelle, darunter auch Angehörige der Verletzten, die die Helfer massiv an der Auswirkung ihrer Arbeit behindert haben sollen. 

Nach schwerem Unfall in Babenhausen: Retter müssen von Polizei geschützt werden.

Rund 60 Leute haben schließlich um die Unfallstelle gestanden. Eine 48-Jährige kollabierte und musste ebenfalls ärztlich versorgt werden. Irgendwann sah sich die Feuerwehr gezwungen, einen Sichtschutz aufzustellen. Die Polizei konnte schließlich die Menschen vertreiben, indem sie mit Einsatz von Pfefferspray drohten. Die Beamten wurden von Polizeistreifen aus Bayern sowie einem Polizeihund unterstützt.

Update, 7.53 Uhr: Auf Nachfrage konnte die Polizei bestätigen, dass Retter und Polizisten bei der Versorgung der Verletzten von Schaulustigen angegriffen worden sind. Auch gibt es weitere Details zum Unfallhergang. So soll er sich in der Bürgermeister-Willand-Straße ereignet haben, als der 20-Jährige in die Philipp-Reis-Straße abbiegen wollte. 

Unfall in Babenhausen - Kernstadt: Sanitäter wurden angegriffen

Erstmeldung, 18. August, 6.08 Uhr: Babenhausen - Am Donnerstagabend gegen 21.30 Uhr sind zwei Autos im hessischen Babenhausen zusammengestoßen. Ein junger Mann wollte mit seinem Pkw abbiegen und hat dabei einen in die entgegengesetzten Wagen übersehen.

Es kam zum Zusammenstoß. Die Wucht des Aufpralls war so stark, dass sich das Fahrzeug des 20-Jährigen gedreht hatte. Einer seiner Mitfahrer erlitt schwere, ein anderer leichte Verletzungen. 

Schwerer Unfall: Polizei rückt mit Großaufgebot an

Laut Augenzeuge hätten Gaffer die Arbeiten der Rettungskräfte massiv behindert, es sollen Polizisten angegriffen worden sein. Deshalb hätten die Beamten Verstärkung angerufen, die dann in Form von Kollegen aus Bayern und einem Polizeihund die Menschenmenge zurückdrängen konnte. Diese Angaben konnte die Polizei bisher nicht bestätigen. 

Auch steht noch nicht fest, ob es sich bei den Schaulustigen um Angehörige der Verunfallten gehandelt hat.

ror

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