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12.07.2018, Hessen, Kassel: Blick auf die in der in der Kasseler Karlskirche freigelegten Gruften. Es handelt sich um 27 Grabstellen, die bei Renovierungsarbeiten entdeckt wurden. Bestattungen fanden dort im Zeitraum zwischen 1714 und 1797 statt. Die ursprünglich für hugenottische Glaubensflüchtlinge errichtete Kirche wurde 1710 geweiht. (zu dpa "Arbeiter finden unter Kirchenboden Überreste von 40 Menschen" vom 12.07.2018) Foto: Uwe Zucchi/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Kirche 1710 geweiht

Arbeiter finden unter Kirchenboden Überreste von 40 Menschen

Bei Renovierungsarbeiten sind in der Kasseler Karlskirche 27 Gräber mit den Überresten von 40 Menschen gefunden worden. Sie befanden sich in gemauerten Gewölben einen halben Meter unter dem Kirchenboden.

Bei Renovierungsarbeiten sind in der Kasseler Karlskirche 27 Gräber mit den Überresten von 40 Menschen gefunden worden. Sie befanden sich in gemauerten Gewölben einen halben Meter unter dem Kirchenboden. Wegen der Zahl der Bestattungen und der Konstruktion der Grabanlagen sei der Fund außergewöhnlich, sagte Ausgrabungsleiter Thilo Warneke am Donnerstag. Wie Nachforschungen ergeben hätten, handele es sich um Bürger der Kasseler Oberschicht. Sie wurden zwischen 1714 und 1797 dort bestattet. Das Wissen über die Gräber ging im Laufe der Jahrhunderte verloren. Ein Baggerfahrer hatte sie bei einer Grabung wiederentdeckt.

Unter den Bestatteten sind auch Kinder, beispielsweise die dreijährige Tochter des italienischen Baumeisters Giovanni Francesco Guerniero. Er konstruierte Kassels Wahrzeichen, den Herkules. Laut Warneke bezahlten die Begrabenen eine stattliche Summe Geld, um in der Kirche beerdigt zu sein. Die Gräber und menschlichen Überreste sollen trotz Sanierung dort bleiben: „Das ist eine Frage der Pietät, die Verstorbenen in ihren Gräbern zu belassen, soweit das möglich ist”, erklärte der Archäologe. Landgraf Karl ließ die Kirche ursprünglich für französische Glaubensflüchtlinge, die Hugenotten, bauen. Sie wurde 1710 geweiht.

(dpa)

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