Demonstration gegen Wohnungsmangel: Haus besetzt

Nach einer Demonstration gegen Wohnungsmangel ist in Gießen ein leerstehendes Haus über Stunden besetzt worden. Die Polizei habe sich am Freitagabend Zugang zu einem verbarrikadierten Zimmer verschafft

Nach einer Demonstration gegen Wohnungsmangel ist in Gießen ein leerstehendes Haus über Stunden besetzt worden. Die Polizei habe sich am Freitagabend Zugang zu einem verbarrikadierten Zimmer verschafft und sechs Menschen vorübergehend festgenommen, um ihre Personalien aufzunehmen, teilten die Beamten mit. „Sie müssen sich wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten und für den noch nicht zu beziffernden Sachschaden im Haus aufkommen.”

Zuvor hatten sich rund 80 Menschen vor dem Gebäude aufgehalten. Die Polizei rief eigenen Angaben nach mehrfach dazu auf, das Haus und das Umfeld zu verlassen. Eine 31 Jahre alte Frau habe sich als einzige widersetzt. Sie sei vorübergehend in Gewahrsam genommen worden.

An dem ehemaligen Bauamt seien Plakate angebracht gewesen, berichtete die Polizei. Nach der Räumung hätten sich am späten Abend dort noch bis zu 60 Teilnehmer aufgehalten, um ihre Solidarität zu zeigen. Es sei zunächst friedlich geblieben.

(dpa)

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