Bianca Haag (links) und ihr Team vom Societäts-Verlag. FOTOS: MICHAEL FAUST
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Bianca Haag (links) und ihr Team vom Societäts-Verlag.

Frankfurter Societäts-Buchverlag

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Der Frankfurter Societäts-Buchverlag feiert seinen 100. Geburtstag. Beim Jubiläumsempfang gab es vieles, was Lust aufs Lesen macht.

Frankfurt. -Beste Perspektiven boten sich den etwa 60 Gästen, die der Societäts-Verlag am Mittwochabend zum Jubiläumsempfang auf eine Frankfurter Dachterrasse geladen hatte. Vor der Skyline im Hintergrund und in Erwartung eines vielversprechenden Sonnenuntergangs zeigte Bianca Haag, Leiterin des Buch-Verlags mit regionalem Schwerpunkt, zu dessen 100. Geburtstag die nächsten geplanten Schritte auf. "Wir wollen unsere Stärken ausbauen, aber auch Neues ausprobieren", kündigte sie an.

Die Mischung spiegelte sich in der Besetzung des Abends wider. Langjährige und bewährte Autoren trafen hier auf Debütanten. Journalisten kamen mit Herausgebern und Agenten ins Gespräch, Vertreter des Buchhandels mit Führungkräften unterschiedlichster Institutionen. Es wurde gefachsimpelt oder schon mal ein zukünftiges Projekt ausgeheckt. Literatur ist ein langfristiges Geschäft.

Das machte auch der Vortrag von Pia Rolfs deutlich, die im Sommerkleid von weihnachtlichem Lichterglanz las. Das Werk der FNP-Redakteurin, eine Krimierzählung, von der Wohnungsnot in der Großstadt am Main inspiriert, bot einen unterhaltsamen Vorgeschmack auf das Jubiläumsbuch. Unter dem Titel "Weihnachtliche Kurzgeschichten" enthält es, wie Bianca Haag berichtete, "Humorvolles bis Blutrünstiges", erdacht von verschiedenen Journalisten der Ippen-Gruppe, zu der der Societäts-Verlag zählt.

Spannend wird's auch stets bei Ursula Neeb. Die gebürtige Bad Nauheimerin ist vor allem durch ihre historischen Romane bekannt geworden. An ihren Erstling in diesem Genre, "Die Siechenmagd", erinnert sich die studierte Kunstgeschichtlerin bestens und sehr gerne: "Es war ein Meilenstein für mich", als er im Societäts-Verlag erschien.

Auch jetzt brütet der Hitchcock-Fan wieder etwas aus. Was genau, will Neeb noch nicht verraten. Nur dass sich diesmal alles zwischen 1912 und 1914 abspielt und "eine Zeitreise" mit wahrem Hintergrund ist. "Mittelalter", habe sie festgestellt, "ist out."

Erstmals für ein Buchprojekt am Schreibtisch gesessen hat Ulrike Corneliussen. Die 49-Jährige gehört zu den "neuen frischen Autorinnen", über deren Engagement sich Haag sehr freut. Bei ihr dreht sich alles um den Flughafen. Mit diesem, erzählt Corneliussen, sei sie seit einigen Jahren über ihre Arbeit bei einer Agentur für Kommunikation verbunden. Anfangs habe sie sich nicht zugetraut, ein Buch zu schreiben, als die Idee aufkam. "Aber mittlerweile macht es mir Spaß."

Thomas Feda, als Geschäftsführer der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt ein viel gesehenes Gesicht in der Stadtgesellschaft, betätigt sich schon routiniert als Herausgeber. Seine erste Zusammenarbeit mit dem Societäts-Verlag stammt aus der Zeit, als Feda bei der Frankfurter CDU unter Vertrag stand und sich zu deren 60. Geburtstag 2005 deren Geschichte widmete. Seitdem sind noch einige andere Werke miteinander entstanden, darunter das beliebte "Best of Apfelwein", und das nächste ist bereits in Sicht. Der Anlass dafür lässt den kreativen Kopf vor Einfällen sprühen. Die Schreibarbeit überlässt Feda aber lieber der Journalistin Sabine Börchers.

Es gab noch einiges zu hören in diesen kurzweiligen Stunden, was Lust aufs Lesen macht. Noch vor der Buchmesse gibt es weitere Neuheiten aus dem Societäts-Verlag. Dann darf gleich wieder angestoßen werden.

Pia Rolfs liest einen Kurzkrimi aus dem Jubiläumsbuch.
Herausgeber Thomas Feda und Autorin Sabine Börchers.

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