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Tag der Arbeit

Fast 20.000 Menschen bei 1.-Mai-Kundgebungen in Hessen

Bei den hessischen Kundgebungen zum Tag der Arbeit gehen Tausende Menschen auf die Straße. Zur Sprache kommen viele Probleme.

Für mehr Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit sind am Tag der Arbeit in Hessen Tausende Menschen auf die Straßen gegangen. An den landesweit 45 Kundgebungen nahmen laut Angaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) etwa 19 500 Menschen teil. Der DGB drängte unter anderem auf eine Stärkung der Tarifbindung und eine Ausweitung der Mitbestimmung.

Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen, forderte bei der zentralen Kundgebung in Darmstadt "eine Landesregierung, die Probleme der Menschen löst und nicht vergrößert". Man müsse "endlich auf die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt reagieren". Im Herbst wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Rudolph warnte zudem vor Rechtspopulismus, der "nichts anzubieten" habe, was zu mehr Gerechtigkeit beitrage.

Wie die Polizei mitteilte, verlief die Kundgebung zunächst friedlich.

Die anstehenden Umbrüche in der Arbeitswelt erfordern nach Einschätzung der IG Metall vor allem ein starkes Tarifsystem. "Das sind die wichtigsten Hebel dafür, dass keiner unter die Räder kommt und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt wird", sagte der Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, in Kassel.

Der hessische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel rief zu "entschiedener Solidarität mit den Beschäftigten bei Opel" auf. Der französische Konzern PSA hatte Opel 2017 übernommen und drängt seitdem auf umfangreiche Sanierungen. In den deutschen Werken sind noch rund 18 000 Mitarbeiter beschäftigt. Ebenso wie Rudolph nahm Schäfer-Gümbel Bezug auf die fortschreitende Digitalisierung: "Das Fördern muss stärker ins Zentrum der Anstrengungen rücken."

Die hessische CDU unter Ministerpräsident Volker Bouffier wolle sich dafür einsetzen, dass Hessen "einer der dynamischsten und innovativsten Wirtschaftsstandorte" in Deutschland bleibe. Dazu gehöre die Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen wie unter anderem der Breitbandausbau, sagte der hessische CDU-Generalsekretär Manfred Pentz anlässlich des Tags der Arbeit.

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