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In Hattersheim wurde bereits am Montag fröhlich Fastnacht gefeiert.

Fastnacht-Newsticker

Fastnacht in der Region: Narren feierten in "Klaa Paris" und Limburg

Bunt, fröhlich und friedlich: Hunderttausende Menschen haben am Wochenende auf Hessens Straßen Fastnacht gefeiert. Wann geht es los? Wie verlaufen die Routen? Alles wissenswerte über die Fastnacht in der Region lesen sie hier in unserem Liveticker.

Update, 14.08 Uhr: Heute stellt sich heraus: Auf dem Buchfinkenzug in Usingen am Sonntag hatte sich die rechte Bürgerwehr unerlaubt als Ordnungspersonal ausgegeben und anschließend auf Facebook damit geprahlt. Das ärgert nicht nur den Usinger Karnevalsverein (UCV), sondern auch die Stadt. 

Einer der ältesten hessischen Karnevalsumzüge startet heute in "Klaa Paris"

Update, 5. März, 07:51 Uhr: Um 14.31 Uhr startet Frankfurts größter Karnevalsumzug in Frankfurt-Heddernheim. Der 180. Fastnachtszug in "Klaa Paris" hat folgenden Zugweg: In der Römerstadt – Alt Heddernheim – Heddernheimer Landstraße – Dillgasse – Brühlstraße – Hessestraße – Heddernheimer Landstraße – Domitiastraße – Cohausenstraße – Mark-Aurel-Straße – Heddernheimer Landstraße – Oranienstraße – Habelstraße

Einige Minuten früher setzt sich in Limburg der Dreierbundzug in Bewegung. Dieser Fastnachtsumzug schlängelt sich nur alle zwei Jahre durch die Limburger Innenstadt. Beginn ist um 14.11 Uhr in der Westerwaldstraße.

Die Fischbacher in Kelkheim feierten trotz orkanartiger Böen ihren 50. Fastnachtsumzug. 

Update, 15.10 Uhr: Zug in Mainz wurde kurzzeitig unterbrochen. Kurz nach dem Start musste die närrische Parade wegen starker Böen kurzzeitig gestoppt werden. Nach Angaben eines Sprechers des Mainzer Carneval-Vereins (MCV) gab es zunächst die Befürchtung, dass Dachziegel heruntergestürzt sein könnten. Es habe sich aber nur um eine Plane gehandelt.

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Update, 13:05 Uhr: Rosenmontagszüge in Fulda und Neu-Isenburg wurden abgesagt! Aufgrund der aktuellen Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes wurde der große Rosenmontagsumzug in Fulda abgesagt. Das hat die Fuldaer Karneval-Gesellschaft entschieden. Es wäre unverantwortlich den Zug durchführen zu lassen. Nach Angaben der Feuerwehr sind in der Innenstadt bereits mehrere Bäume umgestürzt und Ziegel von den Dächern geweht worden.

Auch die Umzüge in Neu-Isenburg und Seligenstadt wurden wegen der hohen Gefährdungslage abgesagt. Alle Zugteilnehmer und Zuschauer werden um Verständnis gebeten.

Herbsteiner Springerzug

Update, 13.00 Uhr: Sturmtief "Bennet" hinterlässt im Rhein-Main-Gebiet Spuren: Sturmböen ließen Bäume in Stromleitungen kippen und verursachten Kurzschlüssen. Wo und an wie vielen Stellen es diese Probleme gibt, konnte die Sprecherin noch nicht sagen.

Update,12:30 Uhr: Traurige Gesichter in Seligenstadt: Wie die Polizei Südhessen soeben mitgeteilt hat, wird der Fastnachtsumzug in Seligenstadt aufgrund von Sturmtief "Bennet" abgesagt. 

Die Sturmböen scheinen einfach zu heftig, wie das Technische Hilfswerk Seligenstadt mitteilt. 

Update, 11:20 Uhr:  Der Rosenmontagszug in Fulda soll trotz Sturmgefahr wie geplant starten - jedoch unter verschärften Sicherheitsvorgaben. Wie die Polizei mitteilte, dürfen die Aufbauten der Wagen nicht höher als drei Meter sein. Pferde dürfen zudem nicht teilnehmen. Außerdem sind alle Fahnen und Transparente mit einer Fläche von mehr als zwei Quadratmetern verboten, Zelte und Pavillons an der Wegstrecke müssen abgebaut werden. Unter diesen Voraussetzungen darf Hessens größter Rosenmontagszug wie geplant um 13:30 Uhr losgehen.

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Impression vom Rosenmontagsumzug in Fulda, 2017.

Ein Sprecher der Veranstalter erklärte, von den Vorgaben seien zwischen 10 und 20 Wagen betroffen. Einige versuchten am Vormittag noch, Aufbauten abzumontieren, um unter die Drei-Meter-Marke zu kommen. Zwei Zugnummern mit Pferden seien aus dem Programm genommen worden. Geplant waren mehr als 260 Zugeinheiten und 4100 Teilnehmer. Zehntausende Besucher werden als Schaulustige am Streckenverlauf in der Innenstadt erwartet.

Update, 4. März, 9:30 Uhr:  Vielerorts ist es wegen der unsicheren und stürmischen Wetterlage noch unklar, in welchem Umfang die Rosenmontagzüge in Hessen stattfinden werden.

Laut Wetterexperte Dominik Jung tobt Sturmtief "Bennet" am frühen Vormittag in Nordrhein-Westfalen mit Sturmböen bis 100 km/h. Hier wurden teilweise Bahnstrecken durch umgestürzte Bäume lahmgelegt. Nun ist der Sturm auf dem Weg nach Hessen, wo er ab 11.30 Uhr seine volle Kraft entfalten soll. Dann sind auch in Hessen Böen bis 100 km/h, Regen und Gewitter möglich. 

Im benachbarten Mainz bläst es aktuell schon mehr als 2016, das Jahr, in dem der Rosenmontagsumzug abgesagt wurde, sagt Jung. Dennoch soll er bislang aber wie geplant stattfinden, jedoch mit Einschränkungen. Wie auch in Düsseldorf kommen hier aus Sicherheitsgründen keine Pferde zum Einsatz. Die Tiere könnten bei Sturm möglicherweise wegrennen und um sich treten. Möglicherweise werden auch die Fahnenschwenker und die Schwellköpp gestrichen, das entscheidet sich aber situativ, sagte Michael Bonewitz, Pressesprecher des Mainzer Carneval-Vereins.

Der Deutsche Wetterdienst hatte starke Windböen vor allem für den Vormittag vorhergesagt - in der Spitze mit Stärken von 8 bis 9. Am Nachmittag sollten die Böen abflauen.

Sturmtief "Bennet" auf dem Weg nach Hessen - größter Umzug in Fulda wie geplant

In Fulda steht Hessens größter Rosenmontagszug auf dem Programm. Und der knackt 2019 Rekorde: Mit 266 Zugeinheiten und mehr als 4100 Teilnehmern sind so viele Aktive dabei, wie nie zuvor. Einer der ungewöhnlichsten Fastnachtsumzüge findet bereits ab 10.11 Uhr in Herbstein, einer Kleinstadt im Vogelsberg, statt. Dort steht der sogenannte Bajazz im Mittelpunkt des Geschehens. Als eine Art Leitfigur läuft, springt und tanzt der bunt kostümierte Bajazz mit goldener Krone auf dem Kopf in bestimmter Schrittfolge vier Stunden durch die Straßen der Vogelsberg-Kleinstadt. Der Springerzug geht auf einen alten Brauch zurück. Im 17. Jahrhundert brachten Tiroler Steinmetze diese Tradition mit nach Herbstein.

Der große Rosenmontagsumzug in Seligenstadt soll um 14:01 Uhr losgehen. Rund 40.000 Besucher werden dort erwartet, die in den kleinen Gassen die Fastnacht feiern.

Fastnacht 2019: Wetter am Dienstag

Am Dienstag soll das Wetter wechselhaft bleiben. Zwar ist dann Sturm vorbeigezogen, allerdings sind Regenschauer, einzelne Gewitter und Temperaturen bis 10 Grad vorhergesagt. Damit sehen die Aussichten für "Klaa Paris" in Frankfurt-Heddernheim und den Umzug in Dieburg eher trüb aus.

Erstmeldung vom 2. März: Frankfurt - Die großen närrischen Lindwürmer zogen am Karnevalssonntag durch Frankfurt, Wiesbaden und Gießen. In zahlreichen anderen Orten gab es ebenfalls Umzüge zum Fastnachtssonntag.

In Frankfurt säumten am Sonntag geschätzt rund 300 000 Menschen den Zugweg, der am Wetshafen begann und vor dem Rathaus am Römer zu Ende geht. Den Abschluss bildete traditionell der Wagen des Prinzenpaares. In den Straßen rund um den Römer sowie am zentralem Stoltze-Platz ging es besonders eng zu, wie der Grosse Rat der Frankfurter Karnevalsvereine mitteilte. Rund 3100 Aktive liefen und fuhren teilweise tanzend, singend und musizierend im Zug mit. Die Motivwagen zeigten unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel als Milchpackung mit Verfallsdatum.

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Fastnacht in der Region: Wiesbaden noch immer verrückt

Die Narren in Wiesbaden feierten diesmal 70 Jahre Fastnachtszug. Deshalb stand der der Umzug unter dem Motto "Es ist wirklich geglückt - Wiesbaden noch immer verrückt". Etliche hundert Teilnehmer zogen bis zum späten Nachmittag begleitet von zahlreichen Musikkapellen und Motivwagen auf einer mehr als vier Kilometer langen Strecke durch die Landeshauptstadt.

Umzüge auch in Fulda und Gießen

In Fulda bestimmten die Kinder das Geschehen. "Die Straßen waren voll wie an Rosenmontag", sagte ein Sprecher der Fuldaer Karnevalgesellschaft. Von ihrem Rosenmontagsumzug wollen die Fuldaer sich trotz angesagtem schlechten Wetter nicht abbringen lassen. "Wir halten an der Planung fest."

Beim Gießener Fastnachtszug zählte die Polizei rund 60 000 Zuschauer. "Alles ruhig und friedlich" lautete die Bilanz der Ordnungskräfte.

Auch in vielen anderen Gemeinden Hessens waren die Narren bereits auf der Straße. Umzüge gab es beispielsweise am Samstag in Walldorf (Fotos:Narren feiern beim Karnevalsumzug in Walldorf), Hattersheim (Fotos: Narren feiern beim Hattersheimer Fassenachtsumzug) und Wehrheim (Fotos: Narren feiern in Wehrheim bei Faschingsumzug und Rathaussturm).

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