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Wiederfinden leicht gemacht: VGF präsentiert neue Fundsachen-Software

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Von: Julius Fastnacht

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Mit einem digitalen Tool will die VGF es ihren Fahrgästen erleichtern, verloren gegangene Wertgegenstände wiederzufinden. (Symbolbild)
Mit einem digitalen Tool will die VGF es ihren Fahrgästen erleichtern, verloren gegangene Wertgegenstände wiederzufinden. (Symbolbild) © Christian Charisius/dpa

Dank einer neuen Software sollen Fahrgäste der Verkehrsgesellschaft Frankfurt verloren gegangene Wertgegestände künftig noch schneller wiederfinden.

Frankfurt – Wenn sie S- und U-Bahn fahren, werden die Frankfurter vergesslich. Diesen Eindruck erwecken jedenfalls Zahlen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF): An die 14.000 Fundstücke sammelt das hauseigene Fundbüro jährlich. Und nur 23 Prozent davon finden wieder zu ihren Besitzern zurück. Jetzt gibt es aber eine digitale Neuerung, die das Aufspüren von verloren gegangenen Wertgegenständen erleichtern soll.

Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der VGF, sagt: „Dank einer neuen Software können Fundstücke nun noch schneller und unkomplizierter wiedergefunden werden.“ Wer einen Gegenstand in Frankfurter U-Bahnen, Straßenbahnen, Bussen, Stationen oder an Haltestellen vergessen hat, kann ab sofort über ein Formular auf der VGF-Website eine Fundsachenanfrage aufgeben.

Frankfurt: Neue Fundsachen-Software arbeitet mit Bilderkennung

Die Suchanfrage wird dann auf Grundlage der eingegebenen Angaben vom System automatisch mit allen Fundsachen der VGF abgeglichen. Zentraler Bestandteil: Eine in die Software integrierte Bilderkennungstechnologie, mit der sich Fundsachen per einfachem Foto erfassen lassen können.

Farbe, Art und weitere wichtige Merkmale des Gegenstandes werden dabei extrahiert und der Datenbank übermittelt. So ist es sogar möglich, die Wahrscheinlichkeit zu berechnen, dass der gesuchte Gegenstand schon im Fundbüro abgegeben wurde. Die Eigentümer werden ab der Eingabe ihrer Anfrage regelmäßig über den Such-Status informiert.

Frankfurt: Fundsachen-Software ist nächster Schritt bei der Digitalisierung der VGF

„Das ist der nächste konsequente Schritt in unserem laufenden Digitalisierungsprozess. Und er bringt ausschließlich Vorteile mit sich: Unsere Fahrgäste können von zu Hause oder unterwegs nach Verlorenem suchen und unserem Serviceteam wird die tägliche Arbeit durch einen automatisierten Prozess erleichtert“, resümiert Wissgott.

Die VGF hat sich dabei für eine Softwarelösung des Frankfurter Unternehmens „getsteero GmbH“ entschieden, die schon erfolgreich im Einsatz ist – beispielsweise am Flughafen Frankfurt. Und die Pläne des VGF reichen sogar weiter: Zukünftig sei eine Vernetzung mit der Stadt Frankfurt und dem RMV möglich, um somit ein „zentrales Fundbüro“ einzurichten und den Prozess weiter zu optimieren. (vgf/juf)

Die Digitalisierung bei der VGF schreitet auch anderweitig fort – einige Fahrkarten-Automaten nehmen künftig kein Bargeld mehr, sondern nur noch Kartenzahlung an.

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