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Die Kräuter der Frankfurter Grünen Soße: Kerbel, Petersilie, Sauerampfer, Pimpinelle, Borretsch, Kresse und Schnittlauch.

Heilkraut-Skills

Das können die Grüne Soße-Kräuter

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Die Grie Soß gehört zu Frankfurt wie der Handkäs mit Musik. Wir haben uns gefragt, was denn die sieben Grüne-Soße-Kräuter noch so können, außer in Kombination so gut zu schmecken.

Die Grundlage für jede Grüne Soße bilden die Kräuter Borretsch, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle, Schnittlauch, Petersilie und Kresse. „Alle Kräuter der grünen Soße haben gemeinsam, dass sie im Frühjahr dem menschlichen Körper gut tun“, erklärt . „Viele regen den Stoffwechsel an, wodurch der Körper Giftstoffe ausscheidet, die er über den Winter durch fettiges Essen und zu wenig Bewegung angesammelt hat.“ Außerdem sorgen die vielen Vitamine für mehr Vitalität. Aber was genau bewirken die einzelnen Kräuter?

Kerbel

Heilkraut-Skills: stoffwechselanregend, entgiftend, wassertreibend, antioxidativ, verdauungsfördernd

Anwendung: Kerbel sollte man am besten frisch oder entsaftet zu sich nehmen. Dann kann er seine Wirkung am Besten entfalten. Er hilft bei Hautauschlägen und Gicht. Außerdem soll er die Milchproduktion anregen.

Expertin: „Kerbel wird nachgesagt, dass er bei Gedächtnisstörungen helfen soll.“

Petersilie

Heilkraut-Skills: wassertreibend, entwässernd, krampflösend, blähungswidrig, appetitanregend

Anwendung: Petersilie kann man frisch verwenden, aber auch als Tee (nicht in der Schwangerschaft!). Sie hilft bei Blasenerkrankungen, rheumatischen Beschwerden und Blähungen.

Expertin: „Hildegard von Bingen hat aus Petersilie ihren berühmten Herzwein gemacht. Dieser gilt als herzstärkend.“

Sauerampfer

Heilkraut-Skills: harntreibend, blutreinigend, verdauungsfördernd, appetitanregend, leberstärkend, unterstützt das Immunsystem

Anwendung: Sauerampfer kann man als Frühjahrskur anwenden. Das füllt den Vitamin- und Enzymspeicher wieder auf.

Expertin: „Kinder lieben Sauerampfer. Das  ist super, denn das Kraut hat viele heilende Eigenschaften.“

Pimpinelle

Heilkraut-Skills: blutstillend, entzündungshemmend, schleimlösend

Anwendung: Pimpinelle kann zur Blutstillung, bei Hämorrhoiden oder Durchfall angewendet werden. Die Gerbstoffe nehmen die Giftstoffe auf und binden diese. Auch bei Husten ist sie hilfreich. Hierzu kann man entweder einen Tee aus den Kräuter machen. Oder man setzt einen Heilwein an: Hierzu eine Handvoll des Krauts in drei Litern Weißwein zwei Wochen ziehen lassen. Dann bei Bedarf ein Likörglas davon trinken.

Expertin: „Pimpinelle kann viel. Sie hilft als Packung auch gegen unreine Haut und Sonnenbrand. Außerdem wird ihr eine aufmunternde Wirkung nachgesagt.“

Borretsch

Heilkraut-Skills: herzstärkend, blutreinigend, harntreibend, reizmildernd, schleimlösend, nervenstärkend, wirkt sich gut auf das Gemüt aus

Anwendung: Borretsch als Tee ist ungewöhnlich, aber möglich. Meistens wird das Öl aus den Borretsch samen angewendet. Es wird häufig bei Hautkrankheiten wie Neurodermitis eingesetzt.

Expertin: „Borretschsamenöl eignet sich vor allem zur innerlichen und äußerlichen Anwendung bei Neurodermitis. Das Öl sollte man allerdings nicht auf offene Hautstellen geben.“

Kresse

Heilkraut-Skills: blutreinigend, blutbildend, stoffwechselanregend, keimtötend

Anwendung: Kresse sollte man frisch, als Tinktur oder verrieben anwenden. Als Kräuter auf dem Brot oder im Salat macht sich das Kraut gut. Auch als Frischsaft oder im Smoothie ist Kresse sehr lecker. Doch Achtung: Nicht zu viel Kresse in den Smoothie, denn das kann auf den Magen und den Kreislauf gehen.

Expertin: „Die Kresse ist ein starkes kleines Pflänzchen, das auch noch ein natürliches Antibiotikum ist.“

Schnittlauch

Heilkraut-Skills: stoffwechselanregend, blutanregend, verdauungs- und appetitanregend, regt das Immunsystem an.

Anwendung: Schnittlauch sollte man frisch zu sich nehmen. Einer alten Tradition nach soll es auch zerquetscht auf Insektenstichen helfen.

Expertin: „Auch der Schnittlauch hat eine antibiotische Wirkung aufgrund der schwefelhaltigen Substanzen.“

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