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Ein Mann steht in der Justizvollzugsanstalt vor einem vergitterten Fenster.

Gefängnisse überlastet: Hessen bundesweit im Mittelfeld

In Deutschlands Gefängnissen wird nach einem Medienbericht der Platz knapp. Eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch) bei den Justizministerien der 16 Bundesländer ergab eine Auslastung

In Deutschlands Gefängnissen wird nach einem Medienbericht der Platz knapp. Eine Umfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwoch) bei den Justizministerien der 16 Bundesländer ergab eine Auslastung von bis zu 100 Prozent etwa in Baden-Württemberg. In Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Berlin, Bremen, Hamburg und Rheinland-Pfalz lag die Auslastung demnach im vergangenen Jahr im Durchschnitt bei deutlich über 90 Prozent. Fachleute sprechen dem Bericht zufolge schon bei einer Auslastung von 85 bis 90 Prozent von Vollbelegung.

In Hessen gibt es nach Angaben des Justizministeriums 16 Justizvollzugsanstalten und eine Jugendarresteinrichtung. 5339 Haftplätze seien derzeit belegbar. Im Land bestehe grundsätzlich der Anspruch auf Einzelunterbringung. Das könne sich aber im Bedarfsfall auch in einer Zweierbelegung ändern. Daher könne auch nicht von einer Überbelegung gesprochen werden. Auf 100 Gefangene kämen rund 60 Vollzugsbedienstete. Der Anteil der Islamisten unter den Gefangenen liege im mittleren zweistelligen Bereich und habe sich seit 2013 mehr als verdreifacht, teilte das Ministerium mit.

Der Vorsitzende des Bundes der Strafvollzugsbediensteten Deutschlands, René Müller, sagte den Zeitungen, der Justizvollzug in Deutschland sei zur Zeit komplett überlastet. Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte, die Zustände in den deutschen Gefängnissen zu verbessern.

(dpa)

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