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Das Terminal des Kassel Airports.

Gemeinde Calden will Flughafenverluste nicht mehr mittragen

Die Gemeinde Calden will die Verluste des Flughafens Kassel nicht mehr mittragen. Man wolle die Beteiligung zurückfahren, weil man anderenfalls keinen genehmigungsfähigen Haushalt aufstellen könne,

Die Gemeinde Calden will die Verluste des Flughafens Kassel nicht mehr mittragen. Man wolle die Beteiligung zurückfahren, weil man anderenfalls keinen genehmigungsfähigen Haushalt aufstellen könne, erklärte der parteilose Bürgermeister Maik Mackewitz am Montag. Zuvor hatte die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine” (HNA) über das Thema berichtet.

Mackewitz kündigte Gespräche mit den übrigen Gesellschaftern Hessen sowie Stadt und Landkreis Kassel für den August an. „Wir beabsichtigen, unser Haushaltsproblem durch Abgabe von Anteilen zu lösen”, sagte er.

Die Gemeinde, in deren Gemarkung der Flughafen liegt, hatte bereits mehrfach mit einem Ausstieg gedroht. Ein Austritt aus der Flughafen GmbH Kassel ist aber laut Land nicht vorgesehen. „Die Verträge geben das nicht her”, sagt auch Mackewitz. Als Möglichkeit bliebe eine Abgabe der Anteile. Calden ist mit sechs Prozent der kleinste Gesellschafter und trägt einen Teil der Airport-Kosten. Die finanzielle Belastung durch Betriebsdefizite sowie Zinsen und Abschreibungen des Flughafenbaus beziffert die Gemeinde auf rund eine Million Euro pro Jahr.

Der Kassel Airport wurde 2013 eröffnet. Das Land Hessen hält mit 68 Prozent den größten Anteil, die Stadt und der Landkreis Kassel halten je 13 Prozent. Das Betriebsminus für 2017 bezifferte der Airport auf sechs Millionen Euro.

(dpa)

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