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Können Print genauso wie Online und pflegen den guten Journalismus, die Mitarbeiter der Corporate-Publishing-Abteilung der Frankfurter Sozietäts-Medien (v.l.): Sarah Kanning, Johannes Göbel (verdeckt), Janet Schayan, Andreas Fiebiger, Chefredakteur Peter Hintereder, Helen Sibum, und Clara Krug.

Corporate Publishing

Geschäftsfeld mit Perspektiven

Die Frankfurter Neue Presse feiert in diesem Jahr 70. Geburtstag – und immerhin seit 55 Jahren besteht auch der Geschäftsbereich Corporate Publishing im Verlagshaus Frankfurter Societäts-Medien.

Die Frankfurter Neue Presse feiert in diesem Jahr 70. Geburtstag – und immerhin seit 55 Jahren besteht auch der Geschäftsbereich Corporate Publishing im Verlagshaus Frankfurter Societäts-Medien. Da damals niemand diesen Anglizismus verwendete, gab es noch nicht einmal einen Namen für dieses Genre. Corporate Publishing oder Content Marketing steht für im Auftrag von Unternehmen oder Institutionen umgesetzte redaktionelle, journalistisch geprägte Magazine, Bücher, Websites, Apps, Social-Media-Kampagnen, Newsletter – kurz, für die ganze Bandbreite von Print- und Digitalprodukten.

Den Anfang der Geschichte bildete 1961 die Zeitschrift „scala international“, mit der das damals noch im Abseits stehende Nachkriegsdeutschland international um Aufmerksamkeit für das junge, demokratische Land warb. Dieses Thema, die Kommunikation des „Deutschlandbilds im Ausland“, ist seither ein wichtiges Leitmotiv geblieben. Denn bis zum heutigen Tag setzen die Societäts-Medien diese Arbeit für das Auswärtige Amt in Berlin fort – sie sind für einen Großteil der Auslandskommunikation unseres Landes zuständig. Ein Beispiel: das in zehn Sprachen erscheinende „DE Magazin Deutschland“, das sich als Forum für internationale Diskurse versteht und bekannte Publizisten und Experten zu seinen Autoren zählt. Ein weiteres: das 2016 in 19 Sprachen erschienene Handbuch „Tatsachen über Deutschland“ und der dazugehörige Webauftritt .

„Es ist eine unglaublich spannende Aufgabe, sich über einen längeren Zeitraum mit der ,Markenführung’ unseres Landes beschäftigen zu dürfen und an der hohen internationalen Anerkennung, die Deutschland mittlerweile erfährt, teilzuhaben“, sagt Peter Hintereder, Chefredakteur der Societäts-Medien.

Das Corporate Publishing gilt mittlerweile als Wachstumsgeschäft und stellt hohe Anforderungen an die journalistische, digitale und gestalterische Kompetenz. Das Corporate-Publishing-Team der Societäts-Medien betreut heute rund 20 Kunden mit einem Vielfachen von Projekten. Die meisten Kunden haben komplexe und internationale Kommunikationsaufgaben. Zu ihnen gehören das Entwicklungshilfeministerium, der Verband der Reservisten der Bundeswehr, das Bundesverteidigungsministerium, aber auch Organisationen wie das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Stiftung Deutsche Sporthilfe, die Wirtschafts- und Standortförderer in FrankfurtRheinMain und seit vielen Jahren die Fraport AG. Für Deutschlands größten Flughafenbetreiber setzen die Societäts-Medien das „STARTfrei – Frankfurt Airport Magazin“ und das Webportal um.

„Wir steuern mit den Societäts-Medien einen Wachstumskurs, weil wir crossmedial gut aufgestellt sind und Kundenbedürfnisse auch strategisch umsetzen können“, sagt Hintereder. „Wir sind natürlich in erster Linie bundesweit orientiert, aber gerade auch in der Metropolregion FrankfurtRheinMain sehen wir gute Chancen für neue spannende Projekte.“ Wichtig ist ihm die Einbettung des Geschäftsbereichs in ein klassisch aufgestelltes Medienhaus. „Wir arbeiten eher wie eine Agentur, unsere DNA ist aber der Journalismus“, sagt Hintereder. Auch wenn der Geschäftsbereich weiter wächst, solle er seinen „Manufaktur-Charakter“ mit der individuellen Betreuung der Kunden behalten.

Das Corporate-Publishing-Geschäft verändert sich rasant und noch um einiges schneller als die klassischen Zeitungsmärkte. „Wer hier mithalten will, braucht eine klare Zukunftsausrichtung“, sagt Geschäftsführer Oliver Rohloff. Ziel der Societäts-Medien ist es daher, künftig noch vernetzter und digitaler zu arbeiten. „Klassische Printprodukte spielen zwar auch in diesem Geschäftsfeld nach wie vor eine große Rolle. Strategisch aufgesetzte crossmediale Digital- und Community-Formate werden allerdings immer wichtiger. Und daran arbeiten wir.“

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