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Konstantin Kuhn (26, Aschaffenburg, links) mit seinen Casting-Konkurenten.

Hinter der Bühne

Gibt es Freundschaft in Casting-Shows?

Ob als Model oder Tänzer(in): In Castingshows geht es immer ums Gewinnen. Doch wie sieht es aus mit der vielbeschworenen Gemeinschaft hinter der Bühne?

Von LEANDRA HAJEK

Singshows, Modelwettbewerbe, Tanzwettkämpfe, für jeden ist im deutschen Fernsehen was dabei. Dabei werden den Zuschauern stets private Einblicke in das Seelenleben der Kandidaten gewährt: Zickenkriege, Eifersuchtsattacken, Dramen. Aber es gibt auch die andere Seite: talentierte Menschen, die ihren Weg gehen und den Juroren zeigen, was in ihnen steckt.

Bei der Castingshow „The Voice of Germany“ werden Talente mit guter Stimme gesucht. Zwei Freunde machten bei der fünften Staffel mit, konnten aber nicht gemeinsam auftreten. Spannend.

„Der schönste Moment war, als Dimi und ich noch mal auf der Bühne zusammen singen konnten, so wie wir es gewohnt sind“, sagt der Student Konstantin Kuhn (26), nebenbei Sänger der Akustikgruppe „Famarama“, über seine Bandkollegin Dimitra Rompos (25). Gewöhnlich singen die beiden als Duo zusammen in Aschaffenburg, bei „The Voice“ traten sie alleine auf – und das mit Erfolg. Kurz nach ihren Auftritten bei den „Blindauditions“ wurden sie von der Jury gebeten, zu zweit zu performen. Dann ging der Weg für sie getrennt weiter. Nach einigen Sticheleien zwischen den Juroren Stefanie Kloß und Andreas Bourani entscheidet sich Dimi für Team Stefanie, Konstantin ging mit Rea Garvey in die nächste Runde – unterschiedliche Musikgeschmäcker eben. Besonders für die 25-Jährige war dies ein besonderer Moment. Sie hatte bereits 2012 versucht, bei „The Voice“ zu überzeugen, schied allerdings in der ersten Runde aus. Freundschaft auf der Bühne? Die beiden kennen sich seit 2014, als Dimi Konstantin fragte, ob er bei dem Akustikprojekt „Famarama“ mitmachen wolle. Seitdem gibt es die beiden im Doppelpack. Sie teilen aber nicht nur ihre Leidenschaft für die Musik und das Singen, sondern unternehmen auch privat viel zusammen. Konkurrenz herrschte bei den zwei Kandidaten von „The Voice“ nie.

„Es war schön, ein bekanntes Gesicht dabei zu haben. Unsere Stimmen sind uns so vertraut, dass wir dem anderen immer Tipps geben konnten und uns damit gegenseitig aufgebaut haben“, sagt Konstantin. Es wurde geprobt, mitgefiebert und mitgezittert. Für Konstantin endete die Reise kurz vor den ersten Liveshows, seine Bandkollegin Dimi kam bis ins Halbfinale. Weder gab es Dramen, noch gekünstelte Tränen. Zwei Freunde gingen ihren Weg bei „The Voice“ getrennt, aber im Herzen waren sie vereint.

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