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Mathildenhöhe Darmstadt

Studie

Hightech bringt Hessen voran

München punktet mit Wirtschaftskraft, Darmstadt einer Studie zufolge mit Zukunftsfähigkeit. Andere Kommunen scheinen dagegen im Tief festzustecken.

Viele Großstädte südlich des Mains sind einer Studie zufolge besonders wirtschaftsstark, dynamisch und gut für die digitale Zukunft gerüstet. Städte im Ruhrgebiet rutschen dagegen ab, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Städtevergleich der „Wirtschaftswoche“ und des Internetportals Immobilienscout24 hervorgeht. „Das Städte-Ranking untersucht die Kriterien, die eine Stadt attraktiv machen“, erläuterte „Wirtschaftswoche“-Chefredakteur Beat Balzli.

München landete das sechste Jahr in Folge auf dem Siegertreppchen bei der Wirtschaftskraft, gefolgt wie schon 2017 von Ingolstadt und Stuttgart. Unter den Top Zehn der 71 kreisfreien größeren Städte sind auch Erlangen, Wolfsburg, Frankfurt, Regensburg, Ulm, Darmstadt und Würzburg.

Wirtschaft stark

Frankfurt rangierte bei der Wirtschaftskraft erneut unter den besten Zehn (Rang sechs, minus eins) und gewann in den vergangenen fünf Jahren an Tempo. Die Mainmetropole machte bei der Dynamik zwei Plätze auf Rang vier gut. Offenbach (28) und Kassel (43) arbeiteten sich bei der aktuellen Wirtschaftskraft fünf beziehungsweise vier Plätze nach vorn. Auch bei Dynamik und Zukunftsfähigkeit erhielten die beiden Städte etwas bessere Noten als 2017.

Wiesbaden verlor der Studie zufolge dagegen an Schwung und sackte im Dynamik-Ranking um acht Plätze auf Position 34 ab. Bei der Wirtschaftskraft rangierte die Landeshauptstadt unverändert auf Platz 18 und bei der Zukunftsfähigkeit auf Platz 31.

Darmstadt ist als Hightech-Zentrum der Metropolregion Rhein-Main-Neckar der Studie zufolge weiterhin am besten gerüstet für das digitale Zeitalter, gefolgt von Erlangen, Stuttgart, München und Wolfsburg.

Für die jährliche Untersuchung vergleicht die Gesellschaft IW Consult des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft die aktuelle Wirtschaftskraft, Veränderungsraten bestimmter Indikatoren sowie Zukunftsperspektiven aller kreisfreien Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Verschiedenste Faktoren aus Bereichen wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt, Immobilien, Forschungsstärke, Industrie der Zukunft und Lebensqualität wurden analysiert.

Kleine Städte holen auf

Bei der Dynamik verdrängte die bayerische Landeshauptstadt Ingolstadt vom ersten Platz. Berlin arbeitete sich auf den zweiten Rang vor. Vor allem die Start-up-Szene und der Immobilienmarkt entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren in der Bundeshauptstadt nach Einschätzung von Hanno Kempermann von IW Consult positiv. Steigende Mieten und Immobilienpreise werden als Zeichen der Attraktivität einer Stadt gewertet. Der Aufsteiger unter den Top Zehn ist Wolfsburg: Die Autostadt machte zum Vorjahr einen Sprung von elf Plätzen auf Rang fünf.

Deutlich aufgeholt haben in den vergangenen fünf Jahren einige größere Städte abseits der Metropolen. „Die Metropolen sind nicht unbedingt am dynamischsten“, sagte Kempermann. So schoben sich Lübeck (17), Jena (18), Koblenz (20), Freiburg (27) und Wuppertal (33) im Dynamik-Ranking um jeweils mehr als 10 Pätze nach vorn. Besonderen Schwung bescheinigte Kempermann Uni-Städten und forschungsstarken Kommunen mit innovativen Branchen wie Jena mit dem Schwerpunkt Optik. Die Stadt in Thüringen verbesserte sich den Angaben zufolge gleich um 33 Plätze.

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