Landwirt Marcel Opfermann
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Landwirt Marcel Opfermann ist „schockiert, fassungslos und verärgert über den abartigen Tierhass“.

Wildkamera entwendet

Brutale Tierquäler töten Ziege – „Was sind das für Menschen?“

  • vonChristopher Kahl
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In Burgschwalbach bei Limburg sind brutale Tierquäler unterwegs. Ein Landwirt spricht von „abartigem Tierhass“.

Burgschwalbach – Marcel Opfermann erinnert sich, dass zu Beginn Scherben in einen Wassertrog gefüllt wurden, auch lag schon mal ein totes Huhn in einer Weidefläche. Im vergangenen Jahr fielen dann zwei Ziegen dem Tierquäler zum Opfer. Jetzt sind zwei Ziegen einfach verschwunden, eine Ziege tot.

Eigentümer und Landwirt Marcel Opfermann erstattete schon im vergangenen Jahr „Anzeige gegen Unbekannt“ bei der Polizei und appellierte die Öffentlichkeit zur Mithilfe, um den Tierquäler zu fassen.

Tierquälerei bei Limburg: Landwirt Opfermann ist schockiert

Marcel Opfermann nutzt die Tiere zur Landschaftspflege und setzt sie auch für die Ortsgemeinde zur ökologischen Nachhaltigkeit ein, „an Flächen die schwer für Mähgerät zugänglich sind“, wie er sagt. Über einen Zeitraum von nunmehr drei Jahren komme es immer wieder zu Provokationen, manchmal sterben Tiere.

Immer wieder hat Marcel Opfermann über die sozialen Medien auf die Vorfälle aufmerksam gemacht. „Was sind das für Menschen? Wie kann man sich abartig verhalten?“, fragt Opfermann schockiert. Bereits im Sommer 2020 hatte der 25-Jährige die Vorfälle bei der Polizei zur Anzeige gebracht, Wildkameras installiert und die Bevölkerung um Mithilfe gebeten – ohne Erfolg. Bisher blieben die kriminellen Täter unerkannt.

Burgschwalbach bei Limburg: Tierquäler töten eine Ziege

Und jetzt waren sie offenbar wieder am Werk: Anfang der Woche stellte Opfermann erneut fest, dass einer seiner Weidezäune zerschnitten war. Zwei Tiere musste er als gestohlen melden. Schlimmer war allerdings der Fund einer toten Ziege nur einen Tag später im Gemarkungsgebiet „Präbach“. „Auch eine Wildkamera wurde entwendet“, erklärt er.

Opfermann sagt, er sei „schockiert, fassungslos und verärgert über den abartigen Tierhass“. Und er wendet sich erneut nicht nur an die Polizei, sondern auch an die Öffentlichkeit, um die Täter zu schnappen. (Christopher Kahl)

In Hofheim hatten Tierquäler mindestens eine Kuh misshandelt. Auch eine zweite erlitt schwere Verletzungen.

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