Merck verkauft rezeptfreie Arzneien an Procter & Gamble

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verkauft sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneien. Nachdem sich zuletzt mehrere Interessenten zurückgezogen hatten, geht die Sparte mit unter anderem

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck verkauft sein Geschäft mit rezeptfreien Arzneien. Nachdem sich zuletzt mehrere Interessenten zurückgezogen hatten, geht die Sparte mit unter anderem Nasensprays und Multivitaminpräparaten nun an den US-Konsumgüterkonzern Procter & Gamble (P&G). Indes muss Merck beim Verkaufspreis Abstriche machen: Er liegt bei 3,4 Milliarden Euro, wie Merck heute in Darmstadt mitteilte. Analysten hatten den Wert zuvor auf rund 4 Milliarden Euro geschätzt. Betroffen von dem Verkauf sind 3300 Mitarbeiter weltweit, davon rund 300 in Deutschland.

Das Geld solle vor allem in den Abbau von Schulden fließen, erklärte Merck. Gleichzeitig gebe es mehr Flexibilität, um die drei Unternehmensbereiche Pharma, Produkte für die Pharmaforschung und Spezialchemie zu stärken. Der Käufer Procter & Gamble steckt hinter Marken wie dem Waschmittel Ariel, der Zahncreme blend-a-med oder den Pampers-Windeln. Merck hatte bereits im September verkündet, das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien abzuspalten, auch um sich mehr auf die Entwicklung lukrativer Medikamenten-Blockbuster zu konzentrieren.

(dpa)

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