Prozess

MS-Kranker wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht

Ein an multiple Sklerose erkrankter Autofahrer steht zum zweiten Mal vor Gericht, weil er während eines Krampfs am Steuer einen Fußgänger getötet hat.

Ein an multiple Sklerose erkrankter Autofahrer steht zum zweiten Mal vor Gericht, weil er während eines Krampfs am Steuer einen Fußgänger getötet hat. Das Landgericht Darmstadt verhandelt von heute an in zweiter Instanz wegen fahrlässiger Tötung gegen den Angeklagten. Das Amtsgericht Offenbach hatte den 53-jährigen Mann im August 2017 wegen fahrlässiger Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs zu 9000 Euro Geldstrafe verurteilt. Dagegen hatten sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt.

Der Autofahrer soll im Juni 2015 in Obertshausen im Kreis Offenbach aufgrund seiner Erkrankung eine spastische Lähmung erlitten und dabei seinen Wagen auf 146 Stundenkilometer beschleunigt und eine rote Ampel überfahren haben. Er erfasste einen Fußgänger, der bei Grün über die Straße ging. Der 34-Jährige wurde 40 Meter durch die Luft geschleudert und starb.

(dpa)

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