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Pro: Ein kostenloser Nahverkehr ist unterm Strich für alle ein Gewinn

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Rebecca Röhrich, Leiterin der Digitalredaktion der FNP, ist der Meinung, dass ein kostenloser Nahverkehr unterm Strich für alle Frankfurter eine Bereicherung wäre.

Eigentlich ist Frankfurt prädestiniert dafür, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Für Deutschlands Pendlermetropole Nummer 1 wäre es die Lösung für eine Vielzahl von Problemen: Das Frankfurter Straßennetz ist für so viele Autos nicht gemacht. Und nur fünf Prozent der Pendler sind „Pkw-Mitfahrer“, bemängelt das Umwelt Bundesamt. Ein kostenloser Nahverkehr wäre vielleicht ein Anreiz für die Einpendler aus der Region, die S-Bahn zu nehmen. Und die Frankfurter? Die würden ihre Autos vielleicht auch öfter mal stehen lassen. Oder vielleicht sogar ganz darauf verzichten, was auch der Parkplatzsituation enorme Erleichterung verschaffen würde. Ganz zu schweigen von den Luft- und Lärmemissionen, die bei weniger Autoverkehr wegfallen würden. Und allen, die jetzt aus Angst vor den Kosten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sei gesagt: Auch ohne kostenlose Tickets muss die Stadt Frankfurt der lokalen Nahverkehrsgesellschaft Frankfurt traffiQ und der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) jährlich etwa 100 Millionen Euro bezahlen, um das aktuelle Angebot aufrecht- zuerhalten.

Das geht auch anders. In Tallinn, der Hauptstadt Estlands, funktioniert der kostenlose Nahverkehr ziemlich gut. Dort wird er über Steuern finanziert. Mit dem Ergebnis, dass die Stadt mit einem jährlichen Plus von 20 Millionen Euro aus dem Deal rausgeht.

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