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Am Dienstag, 6. November 2018, ist ein Großaufgebot der Polizei im Treburer Wald angerückt, um ein Protestcamp der Aktivisten von Robin Wood zu räumen. Fotos: Sven Westbrock

Räumung Protestcamp

Liveticker: Das passiert gerade im Treburer Wald

Ein Großaufgebot der Polizei ist am Dienstagmorgen unterwegs in den Treburer Wald. Dort sollen die Baumhäuser von Wald-Aktivisten heute geräumt werden. Wir sind vor Ort und berichten live.

Zwischen Zeppelinheim und Mörfelden-Waldorf befindet sich das Protestcamp einiger Aktivisten. Sie demonstrieren mit ihren Baumhäusern gegen die Rodung des Waldes für den Bau des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen. Wie unser Reporter vor Ort am Dienstagmorgen berichtet, ist aktuell ein Großaufgebot der Polizei in dem Protestcamp. Kurz vor 8 Uhr wurde die Versammlung offiziell nach Paragraph 15 aufgelöst, die Räumung droht. Die Aktivisten wollen nicht weichen und wissen nicht, wie es heute weiter geht. Der gesamte Bereich ist aktuell für Autos gesperrt, nur Fußgänger und Fahrradfahrer kommen noch durch.

14:50 Uhr: Die Beamten sperren den Wald jetzt ab, damit in Zukunft Aktivisten dort nicht erneut protestieren können. Zusätzlich will der Sicherheitsdienst von Fraport in dem Gebiet auf Streife gehen.

14:45 Uhr: Das Baumhaus, das sich außerhalb des eigentlichen Protestcamps befindet, ist inzwischen entfernt worden. Der Mann ist aber nach wie vor oben in den Ästen. Zunächst will die Polizei darauf verzichten, ihn dort herunterzuholen. Allerdings wolle man später die Personalien feststellen.

12:30 Uhr Ein weiterer Demonstrant sitzt noch auf einem Baumhaus und sagt, er wolle nicht runterkommen, "weil er das Vertrauen in die Polizei verloren hat." Nach Polizeiangaben steht dessen Baum nicht im Gebiet des Protestcamps. Das Baumhaus solle dennoch geräumt werden, da es sich beim Besetzen eines Baumhauses um eine Ordnungswidrigkeit handle.

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12:21 Uhr Die Demonstrantin, die sich in einem Erdloch angekettet hat, muss mit schwerem Gerät gelöst werden. Sie hat einen Arm einbetoniert. 

12:02 Uhr Auch der Sicherheitsdienst der Fraport AG ist mit rund 50 Männern bei dem Protestcamp und sperrt es weiträumig ab.

11:51 Uhr Eine der wenigen verbleibenden Demonstranten ist noch in einem Erdloch angekettet. Die Polizei hat Schwierigkeiten sie loszulösen. Ein junger Mann, der bei ihr mitangekettet war, wird nun wegen Verdachts auf Unterkühlung medizinisch betreut und mit dem Krankenwagen fortgefahren. 

11:37 Uhr Der Treburer Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU) verteidigt die Entscheidung, das Waldstück zu verkaufen. Anderenfalls wäre die Gemeinde enteignet worden, sagt er. Dann hätte Trebur deutlich weniger Geld dafür bekommen. „Somit haben wir mit dem Verkauf finanziellen Schaden von der Gemeinde abwenden können.“


11:15 Uhr Ein Demonstrant hat sich eingegraben und die Polizei versucht, ihn mit Schaufeln auszugraben. 

11:10 Uhr Zwei weitere Frauen sind vom Dach eines der provisorischen Camps geholt worden.

10.40 Uhr Zwei Aktivisten haben sich im Waldstück an den Boden gekettet haben. Die Polizei kümmert sich um sie, heißt es von der Pressestelle. Auch sollen die Aktivisten laut Polizei  irgendwo in dem Waldstück einen Tunnel gegraben haben. Da prüfe man aktuell, ob sich darin noch Menschen befinden. 

10.30 Uhr Während die Aktivisten von den Bäumen geholt werden, wird das Protestcamp mit Bauzäunen umstellt. Bagger fahren vor, Motorsägen kreischen. Um die Szenerie stehen Fraport-Mitarbeiter in gelben Westen und beaufsichtigen die Räumung. "Wir haben die rechtliche Grundlage und wollen, dass das reibungslos über die Bühne geht", sagt einer von ihnen. Den Widerstand gegen die geplant Rodung wollen sie nicht kommentieren. 

10:20 Uhr In diesem Moment werden zwei Aktivisten aus einem der Bäume gezogen. Die Polizei verwendet hierfür Hebebühnen - ähnlich wie jene, die bei der Räumung im Hambacher Forst verwendet wurden. 

9:50 Uhr Auch die Landtagsabgeordnete Christina Böhm von Die Linke macht sich ein Bild von der Situation im Treburer Wald. "Das Vorgehen der Polizei ist sehr marzialisch", sagt sie. Die gebürtige Treburerin kritsiert, dass die Gemeinde Trebur das Waldstück im August an die Fraport verkauft hat. 

9:40 Uhr Zwei Protestler haben sich an einen Baum gekettet. Duzende Polizeiwagen stehen zur Räumung bereit. Zuvor kam Unmut auf, weil eine 76-jährige Frau von der Polizei festgenommen wurde. 

8:45 Uhr Die Polizei entdeckt ausgehobene Löcher im Waldboden. Die Beamten identifizieren sie als "Stolperfallen", die die Aktivisten ausgehoben haben, um die Räumung des Camps zu erschweren. 

7:55 Uhr Einige Aktivisten sitzen auf einem Baum und haben Angst runter zu kommen, sie fürchten, dass sie wegen Sachbeschädigung von der Polizei festgenommen werden. 


6:30 Uhr

Mit Megafonen informieren Mitarbeiter der Fraport die Aktivisten im Protestcamp, dass das Camp heute geräumt wird. 

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