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Fans von Marseille zünden Pyrotechnik.

Sonderkontrollen

Polizei stellt vor Europa League-Spiel Waffen und Böller von Marseille-Fans sicher

Waffen und Böller und Bengalos: Bei Sonderkontrollen vor dem Europa League Spiel in Frankfurt beschlagnahmte die Polizei zahlreiche gefährliche Gegenstände. Verbotene Pyrotechnik brannte dennoch während des Spiels ab.

Bei Sonderkontrollen von auswärtigen Fußballfans vor dem Spiel Eintracht Frankfurt gegen Olympique Marseille hat die Polizei große Mengen an Waffen, Pyrotechnik, Bengalos und Rauschgift entdeckt und sichergestellt. Zum Teil waren die verbotenen Gegenstände in Deckenverkleidungen der Reisebusse verbaut, teils trugen die Fans sie bei sich, teilten Sprecher der Bundespolizei Koblenz und die Polizei Frankfurt am Freitag mit.

Zwei französische Fans wurden noch vor Spielanpfiff festgenommen. In mehr als 200 Fällen mussten die Fans vorzeitig umkehren, weil ihnen verboten wurde, Frankfurt zu betreten. Grund für das Verbot war Sorge vor Gewalt: An der deutsch-französischen Grenze musste kurzzeitig die Autobahn 6 Richtung Frankreich abgesperrt werden, weil Fußballfans randalierten und die Polizisten mit Feuerwerkskörpern beschossen.

Trotz der strengen Kontrollen vor dem Spiel brannten Fans beider Mannschaften während des Matchs immer wieder Bengalos oder Feuerwerkskörper ab. Ein Marseille-Fan, der daran beteiligt gewesen sein soll, wurde noch während des Spiels identifiziert und beim Verlassen des Blocks festgenommen. Insgesamt verlief das Spiel auf den Tribünen und vor dem Stadion nach Angaben der Polizei dennoch ohne besondere Vorkommnisse, da durch das frühzeitige Vorgehen der Polizei Auseinandersetzungen zwischen gewaltbereiten Fangruppen verhindert werden konnten.

(dpa)

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