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Prozess

Frau geschlagen und zur Prostitution gezwungen: Jugendliche Zuhälter müssen ins Gefängnis

Die Angeklagten hatten als 17-Jährige eine 19-Jährige zur Prostitution gezwungen. Nun müssen zwei 18-Jährige für längere Zeit ins Gefängnis.

Sie zwangen eine Frau zur Prostitution, schlugen und bedrohten sie, verwüsteten Hotelzimmer und bestellten Waren ohne zu bezahlen. Nun müssen die beiden 18-Jährigen für mehr als drei Jahre ins Gefängnis - ihre einzige Chance, sich zu fangen, wie das Landgericht Frankfurt am Dienstag hoffte.

Die Angeklagten hatten als 17-Jährige eine 19-Jährige zur Prostitution gezwungen. Die junge Frau musste gegen ihren Willen mit bis zu 15 Freiern verkehren und ihre Einnahmen vollständig an die beiden Männer abgeben. Der Hauptvorwurf lautete daher schwere Zwangsprostitution. Dazu kamen einer Reihe weiterer Straftaten.

Die Frau sei auch bedroht und geschlagen worden. Die Rettung kam schließlich von ihrer Mutter. Mit ihrer Hilfe wurde die Polizei eingeschaltet, die bereits einschlägig vorbestraften Jugendlichen wurden festgenommen.

Unterdessen wurden die beiden auch mehrfach einzeln straffällig. Einer wurde - nach Aufenthalten in 26 verschiedenen Jugendheimen - vom Jugendamt in einem Hotel untergebracht, wo er aus Wut sein Zimmer in Brand setzte. Der andere verursachte in seinem Hotelzimmer eine Überschwemmung und bestellte in einem Kaufhaus Möbel im Wert von 1300 Euro, die er nicht bezahlte.

Das Gericht verhängte für den einen drei Jahren und zehn Monaten und für den anderen dreieinhalb Jahre Haft. Nach Auffassung der Jugendstrafkammer bietet derzeit nur der Aufenthalt im Gefängnis für die jungen Männer die Gelegenheit, in geordnete Bahnen zurückzufinden. Einer von ihnen habe bereits Interesse an einer Lehre als Koch gezeigt. Sie hatten die Vorwürfe pauschal eingeräumt.

(dpa)

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