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Zahnbürsten von Kindern in einer Kita.

Qualität der Kita-Betreuung wichtiger als Beitragsfreiheit

Statt in die beitragsfreie Kita sollte Hessen nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände zunächst mehr Geld in die Betreuungsqualität investieren.

Statt in die beitragsfreie Kita sollte Hessen nach Ansicht der Wohlfahrtsverbände zunächst mehr Geld in die Betreuungsqualität investieren. Zwar sei die finanzielle Entlastung der Eltern „erfreulich”, teilte die Liga der freien Wohlfahrtspflege am Mittwoch in Wiesbaden mit. Allerdings griffen die Pläne der schwarz-grünen Landesregierung beim Thema Qualität viel zu kurz. Die Liga fordert unter anderem mehr Personal in den Kitas, kleinere Gruppen und mehr Zeit der Erzieherinnen für Kinder und Eltern.

Ab August soll die Kita-Betreuung nach den Plänen von Schwarz-Grün für sechs Stunden am Tag beitragsfrei sein. Zusätzlich sollen die Qualitätspauschalen erhöht werden. Das Thema wird kommende Woche im Landtagsplenum diskutiert.

Die Liga habe nach einem Aufruf zur Diskussion mehr als 16 000 Rückmeldungen erhalten, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Kinder, Jugend, Frauen und Familie, Jürgen Hartmann-Lichter. Der teilweisen Beitragsfreistellung müssten nun mehr Investitionen in Qualität folgen.

Die Elternvertreterin Julia Baubkus sagte: „Mir ist noch nie zu Ohren gekommen, die Beiträge seien zu hoch. Es geht den Eltern um mehr Qualität.” Dazu wäre jedoch unter anderem mehr Personal in den Kitas wichtig.

(dpa)

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