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Max Rempel (links) und Sandra Schäfer freuen sich über die Spende der Sparda-Bank, die Michael Weidmann im Verlagshaus übergibt.

Raus auf die Gass für Leberecht

Die Vorweihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. Da gilt es nicht nur, sich selbst zu sammeln, sondern auch für andere. Bedürftige.

Die Vorweihnachtszeit ist eine besinnliche Zeit. Da gilt es nicht nur, sich selbst zu sammeln, sondern auch für andere. Bedürftige. Und wie seit Jahrzehnten heißt es wieder – ab uff de Gass und die Sammelbüchs in die Hand. Mehr oder weniger prominente Frankfurter stehen kommenden Samstag in der Freßgass, klappern mit Kleingeld in den Büchsen und bitten Passanten um eine Spende. Das Wetter wird durchwachsen bei wolkigem Himmel und Temperaturen von fünf bis acht Grad.

Das wird aber wohl niemanden davon abhalten, mit zu sammeln. Von 11 bis 15 Uhr steht der Samstag vor dem ersten Advent ganz im Zeichen der Leberecht-Stiftung dieser Zeitung. Seit fast 70 Jahren setzt sich diese zum Wohle von behinderten und benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien ein, fördert unter anderem Therapieangebote oder den Ankauf von behindertengerechten Fahrzeugen.

Dieser Gedanke ist es auch, der Oberbürgermeister Peter Feldmann in die Kälte treibt. „Die Arbeit der Leberecht-Stiftung beeindruckt mich, weil eine Zeitung nach dem Zweiten Weltkrieg nicht nur über die Situation der Kinder in Frankfurt berichtet hat, sondern auch selbst aktiv geworden ist. Dieses Engagement für behinderte und benachteiligte Kinder, Jugendliche und ihre Eltern lebt bis heute fort. Da das gesammelte Geld eins zu eins in die Projekte fließt, weil die Stiftung ehrenamtlich arbeitet, bin ich mit der Sammelbüchse sehr gerne ein Teil davon. Dabei wird mir warm ums Herz – auch wenn die Füße manchmal kalt werden.“

Stadtrat und Baudezernent Jan Schneider sieht das ähnlich. „Ich unterstütze die Leberecht-Sammlung aus voller Überzeugung, weil gerade in der Vorweihnachtszeit nicht in Vergessenheit geraten darf, dass es viele behinderte und benachteiligte Kinder gibt, die – ebenso wie ihre Familien – unser aller Unterstützung bedürfen.“ Auch SPD-Chef und Planungsdezernent Mike Josef ist dabei. „Die Leberecht-Sammlung ist mein Beitrag dazu, uns allen bewusst zu machen, dass nicht jedes Kind das Weihnachtsfest in der Geborgenheit der Familie feiern kann.“

Thomas Bäppler-Wolf , Stadtverordneter der Sozialdemokraten und vielen als Bäppi la Belle ein Begriff, findet, dass Jutta W. Thomasius damals eine wirklich gute Sache auf die Beine gestellt habe. Und: „In der Kälte stehen und für einen guten Zweck, das hat noch niemandem geschadet.“ Nicht nur Politiker sind am Start, sondern auch diverse Radiomoderatoren wie etwa Silvia Stenger von Hit-Radio-FFH und auch ihr „Chef“ Hans-Dieter Hillmoth . „Ich finde es großartig, was Menschen zum Teil ehrenamtlich hier für Kinder und Jugendliche tun, die benachteiligt sind“, sagt Silvia Stenger. Dass eine Zeitung wie die FNP diese Hilfe so lange ermögliche, unterstütze und begleite, sei bewunderswert. „Es ist mir wirklich eine Ehre, dabei zu sein und ein kleiner Teil dieser großen ,Leberecht-Gemeinschaft’ zu sein“, so die Moderatorin weiter. Die Atmosphäre sei immer besonders und es sei schön, die Helfer der Leberecht-Stiftung zu treffen, um mit ihnen möglichst viel Geld zu sammeln, sagt Stenger.

Auch FFH-Moderatorin Danie Kleideiter sammelt mit. „Viele Familien haben es eh schon schwer: Weil sie sozial benachteiligt sind oder ein Kind dauerhaft krank ist“, weiß sie. „Dann sollte man es ihnen wenigstens möglichst leicht machen, damit zu leben. Ob das mit materieller Hilfe ist oder durch Beistand in schwierigen Zeiten... Ich finde es toll, dass die Leberecht-Stiftung das tut. Ehrensache, dass ich da gerne helfe, für diese gute Sache zu trommeln.“

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