+
Kultur-Staatsministerin Monika Grütters (CDU) und ein US-Brigadegeneral in der Gedenkstätte Point Alpha.

Schau in der Gedenkstätte Point Alpha lockt US-Gäste an

Die vor gut einem halben Jahr eröffnete Ausstellung „Everyday Life” über den deutsch-amerikanischen Alltag zur Zeit des Kalten Krieges ist in der Grenzgedenkstätte Point Alpha gut angelaufen.

Die vor gut einem halben Jahr eröffnete Ausstellung „Everyday Life” über den deutsch-amerikanischen Alltag zur Zeit des Kalten Krieges ist in der Grenzgedenkstätte Point Alpha gut angelaufen. Die Mitte September im osthessischen Rasdorf eröffnete Schau habe bereits viel Interesse hervorgerufen, vor allem von amerikanischen Gästen, sagte Stiftungsdirektorin Ricarda Steinbach. „Wir haben viel Zulauf von amerikanischen Gruppen, etwa mit Veteranen und Zeitzeugen, aber auch jüngeren Menschen.” Besuchergruppen seien aus der berühmten US-Militärakademie Westpoint gekommen und aus dem Hauptquartier der europäischen US-Streitkräfte in Wiesbaden. Zahlen lägen aber noch nicht vor, sagte Steinbach.

Die Schau als neuer Teil der Dauerausstellung widmet sich dem täglichen Zusammenleben der im sogenannten Fulda Gap stationierten US-Soldaten und der deutschen Zivilbevölkerung. Dargestellt wird die Zeit vom Ende des Zweiten Weltkrieges bis zum Abzug der Soldaten 1995. Im Zentrum steht die Rolle der US-Soldaten bei der Entstehung einer offenen Gesellschaft in Deutschland.

Die Schau beinhaltet rund 400 Exponate - Originale und Reproduktionen - auf 210 Quadratmetern. An Multimedia-Stationen können Besucher Zeitzeugen-Interviews verfolgen. Deutsche und ehemalige US-Soldaten sprechen über Kontakte nach Feierabend, Sport und Musik, aber auch Eheschließungen. Dabei werden persönliche Geschichten erzählt - etwa von Milton Gilbert, dem ersten US-Amerikaner als Büttenredner in der Fuldaer Fastnacht. „Diese Episode kommt bei den Besuchern besonders gut an”, sagte Steinbach. Eines der beliebtesten Ausstellungsstücke sei eine Jukebox mit Musik aus der Zeit.

(dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare