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Sonne und Wolken spiegeln sich in Niestetal (Hessen) im Logo an der Fassade des Solartechnikherstellers SMA Solar. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

SMA Solar rudert bei Prognose wegen Preisverfall zurück

Der Solartechnik-Konzern SMA kämpft mit einem Preisverfall durch Überkapazitäten in China. Man senke daher die Prognose für das laufende Jahr, teilte das Unternehmen im nordhessischen Niestetal am Donnerstag mit.

Der Solartechnik-Konzern SMA kämpft mit einem Preisverfall durch Überkapazitäten in China. Man senke daher die Prognose für das laufende Jahr, teilte das Unternehmen im nordhessischen Niestetal am Donnerstag mit. 2018 werde der Umsatz daher nur noch 800 bis 850 Millionen Euro betragen. Bislang hatte SMA Solar mit Erlösen von bis zu einer Milliarde Euro kalkuliert.

Eine massive Kürzung der Photovoltaik-Ausbauziele durch die chinesische Regierung habe zu enormen Überkapazitäten in der Modul- und Wechselrichter-Produktion in China geführt, sagte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon: „In der Folge drängen die chinesischen Hersteller verstärkt auf die internationalen Märkte.”

Der Vorstand kündigte „strukturelle Anpassungen der SMA” an ohne Details zu nennen. Die Umbaumaßnahmen würden das Ergebnis im laufenden Jahr belasten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll aufs Jahr gerechnet bestenfalls bei Null herauskommen, könnte aber auch leicht negativ ausfallen. Hier sah die Prognose bislang einen positiven Wert zwischen 90 und 110 Millionen Euro vor.

Für das kommende Jahr rechnet SMA Solar wieder mit einem wachsenden Umsatz und einem positiven Ebitda. Die SMA Solar Technology AG mit Sitz im nordhessischen Niestetal hat 3200 Mitarbeiter, 2100 davon in Deutschland.

(dpa)

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