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Landtag Hessen.

SPD-Fraktion: Reform der Bauordnung erreicht ihr Ziel nicht

Die Reform der hessischen Bauordnung wird laut einer Kritik der SPD-Landtagsopposition das Bauen nicht wie geplant erleichtern. Die schwarz-grüne Regierungskoalition habe eine Chance verpasst, den Wohnungsbau

Die Reform der hessischen Bauordnung wird laut einer Kritik der SPD-Landtagsopposition das Bauen nicht wie geplant erleichtern. Die schwarz-grüne Regierungskoalition habe eine Chance verpasst, den Wohnungsbau wirklich schneller und günstiger zu machen, sagte die sozialdemokratische Abgeordnete Elke Barth am Dienstag in Wiesbaden.

Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) verteidigte die Reform: Sie erleichtere den Wohnungsbau, stärke die Barrierefreiheit und fördere den Radverkehr. Die Novelle soll unter anderem im Kampf gegen den Wohnungsmangel in den Ballungsräumen helfen.

Bei Neubauten soll es künftig erlaubt sein, bis zu einem Viertel der vorgeschriebenen Autoparkplätze durch Stellplätze für Fahrräder zu ersetzen. Damit aus leerstehenden Büros leichter Wohnungen werden können, soll eine Rückkehr zur früheren Nutzung innerhalb von zehn Jahren leichter werden. Der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jürgen Lenders, begrüßte, dass Holz künftig leichter als Baustoff eingesetzt werden kann.

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen sieht es nach eigenen Angaben kritisch, dass in Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten nur 20 Prozent der Wohnungen barrierefrei sein müssen. Der Landesvorsitzende Paul Weimann forderte, diese Quote zu kippen. Die neue Bauordnung soll am Donnerstag im Landtag verabschiedet werden.

(dpa)

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