Mein Auslandssemester

Unterschiede im Studiengang

Studiengänge sind in jeder Universität anders. Besonders in Masterprogrammen findet man Unterschiede. Sie bieten die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Trotzdem meinte ich, einen allgemeinen Trend im Unterschied zwischen der  Universität Zürich und der Goethe-Universität Frankfurt zu erkennen.

Von Kathrin Mordeja

Studiengänge sind in jeder Universität anders. Besonders in Masterprogrammen findet man Unterschiede. Sie bieten die Möglichkeit, sich zu spezialisieren. Trotzdem meinte ich, einen allgemeinen Trend im Unterschied zwischen der  Universität Zürich und der Goethe-Universität Frankfurt zu erkennen.

Schon bei der Kurswahl fühlte ich mich schon fast paranoid, als ich sah, dass nur 14 Teilnehmer für den Kurs zugelassen werden. Panisch saß ich pünktlich um 10 Uhr vor dem Laptop, um mich einzuwählen. Doch kein Problem: Auch Tage später hätte ich noch einen Platz im Seminar erhalten. Das Prinzip bei der Vergabe in Frankfurt ist das gleiche: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Mit dem Unterschied, dass dort die Plätze innerhalb von zwei Minuten vergeben sind.

Mit meiner Vermutung, dass wirklich nur wenige Studenten an diesem Masterseminar teilnehmen würden, sollte ich Recht behalten. An der Goethe-Universität Frankfurt waren es selbst im kleinen Fachbereich Kunstgeschichte mindestens doppelt so viele. Allein der Fakt, dass es sich um ein Masterseminar handelte, ließ mich zuvor im Vorlesungsverzeichnis stutzig werden. In Frankfurt gab es das nicht. Der Master Kunstgeschichte ist noch nicht so etabliert, dass er die Studenten in Scharen anzieht. Die Anzahl der Fachbeginner überschreitet pro Semester selten die 20. Das heißt in Frankfurt wäre es derzeit wohl nicht möglich, besondere Masterseminare anzubieten. Da fehlen die Mittel.

In Zürich ging es gediegener zu. Die Referatsvergabe gestaltete sich einfach und glich, anders als sonst, keiner Löwenjagd. Jeder bekam das Thema, für das er sich interessierte. Wahrscheinlich gehört eine große Portion Glück dazu, dass der Einstieg in dieses Masterseminar problemlos verlief, aber es zeigt auch ein Idealbild der Lehre: Alle Teilnehmer hatten sich vorher informiert und konnten jetzt ihren Schwerpunkt verfolgen. Immerhin studiert im Master niemand mehr ein Fach, das er  nicht zumindest interessant findet. Dass den Dozenten bei größeren Kursen bei der Referatsvergabe die Hände gebunden sind, kann ich verstehen. Aber genau deswegen war die kleine Teilnehmerzahl so erfrischend.

Im Gespräch mit anderen internationalen Studierenden bestätigte sich meine Vermutung: Die Teilnehmerzahlen waren auch in anderen Studiengängen geringer.  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare