Bei einer Messerattacke in Wiesbaden hat ein Mann seinen Nachbarn schwer verletzt.
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Bei einer Messerattacke in Wiesbaden hat ein Mann seinen Nachbarn schwer verletzt.

Vergebliche Flucht

Blutiger Nachbarschaftsstreit in Wiesbaden: Polizei stellt Verdächtigen nach Großfahndung

  • Tobias Möllers
    vonTobias Möllers
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Ein Streit zwischen zwei Nachbarn in Wiesbaden endet für einen der beiden im Krankenhaus. Der Andere flieht zunächst, doch das geht nicht lange gut.

  • In Wiesbaden eskaliert ein Streit zwischen zwei Nachbarn.
  • Das Opfer schwebte zeitweise in Lebensgefahr.
  • Die Polizei konnte den Tatverdächtigen am Abend stellen.

Wiesbaden - Zu dem blutigen Streit unter Nachbarn kam es am Montagnachmittag in einer Wohnung in der Bleichstraße in Wiesbaden. In der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus soll ein 41-jähriger Tatverdächtiger seinen ebenfalls 41-jährigen Kontrahenten mit einem Messer angegriffen haben. Das teilten die Wiesbadener Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Ersten Ermittlungen der Polizei in Wiesbaden zufolge war es gegen 16 Uhr in der Wohnung des 41-jährigen Opfers zu einem Streit und im weiteren Verlauf zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen. Dabei soll der 41-Jährige mit einem Messer verletzt worden sein.

Nachbarschaftsstreit in Wiesbaden: Mann mit Stichverletzung im Krankenhaus

Der niedergestochene 41-Jährige musste nach dem Streit in Wiesbaden schwerverletzt in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Mittlerweile ist das Opfer außer Lebensgefahr.

Sein tatverdächtiger Nachbar flüchtete zunächst vom Tatort, konnte aber noch am Abend gegen 20.30 Uhr bei einer groß angelegten Fahndung von der Wiesbadener Polizei festgenommen werden. Der Mann kam in Polizeigewahrsam. Die Kripo ermittelt nun wegen eines versuchten Tötungsdeliktes. Nach Rücksprache mit der Wiesbadener Staatsanwaltschaft soll der 41-Jährige noch heute im Laufe des Tages vorgeführt werden.

Trotz blutigem Streit in Wiesbaden: Kriminalität in Hessen sinkt

Insgesamt ist die Kriminalität in Hessen rückläufig. Sie sank im Jahr 2019 erneut, wie aus der Kriminalstatistik der hessischen Polizei hervorgeht. Mit weniger als 365.000 Straftaten wurden rund 2 Prozent weniger gezählt als im Vorjahr 2018. Elf Jahre zuvor, im Jahr 2008, waren noch mehr als 407.000 Straftaten registriert worden. Damit ist der Wert von 2019 laut hessischem Innenministerium der niedrigste seit 1980.

Auch die Anzahl der Straftaten pro Einwohner ging im Jahr 2019 zurück: Sie ist auf 5823 Straftaten pro 100.000 Einwohner gesunken. Im Jahr 2018 waren es 5971, im Jahr 2008 noch 6708 Straftaten pro 100.000 Einwohner. Die Gefahr, in Hessen Opfer von Kriminalität zu werden, ist damit im Jahr 2019 auf einen historischen Tiefstand gesunken, heißt es vom Innenministerium. (tom)

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