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Durch den Austritt von Kohlenmonoxid sind in Wiesbaden fünf Menschen verletzt worden, darunter auch zwei Sanitäter.

Großeinsatz

Giftiges Gas tritt in Wohnhaus aus – fünf Menschen verletzt

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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In Wiesbaden sind fünf Menschen in einem Wohnhaus verletzt worden. Ein gefährliches Gas ist dort ausgetreten.

  • Das Atemgift Kohlenmonoxid tritt in einer Wohnung in Wiesbaden aus
  • Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften
  • Fünf Menschen – darunter zwei Sanitäter – werden verletzt

Wiesbaden - Großeinsatz für Polizei und Feuerwehr in der hessischen Landeshauptstadt. Dort trat am Samstagabend (08.08.2020) in einem Wohnhaus in der Rheinstraße das gefährliche Atemgift Kohlenstoffmonoxid aus. Fünf Menschen wurden verletzt, 22 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen.

Austritt von Kohlenstoffmonoxid löst Großeinsatz in Wiesbaden aus

Laut Angaben der Feuerwehr in Wiesbaden wurde gegen 20.30 Uhr der Notruf verständigt, weil mehrere Personen in einer Erdgeschosswohnung eines Wohnhauses in der Rheinstraße über Kopfschmerzen und Übelkeit klagten. Beim Eintreffen der Sanitäter schlug sofort deren mitgeführtes Warngerät für Kohlenstoffmonoxid an. Nach Alarmierung der Feuerwehr wurde umgehend mit der Räumung des Gebäudes begonnen.

22 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Feuerwehr Wiesbaden leitete sofort weitere Messungen ein, bei denen festgestellt wurde, dass lediglich in der Erdgeschosswohnung die Konzentration an Kohlenstoffmonoxid hoch war. Die anderen Wohnungen des Hauses und angrenzende Gebäude waren nicht betroffen.

Fünf Menschen in Wiesbaden durch Austritt von Kohlenstoffmonoxid verletzt

Kräfte des Rettungsdienstes aus Wiesbaden und dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis betreuten während des Feuerwehreinsatzes im Haus die Verletzten und die anderen Bewohner im Freien. Laut Angaben der Feuerwehr Wiesbaden mussten neben drei Personen aus der Erdgeschosswohnung auch die zwei Mitarbeiter des ersteintreffenden Rettungswagens zur weiteren Abklärung in Wiesbadener Kliniken transportiert werden. Die übrigen Bewohner konnten nach Abschluss der Maßnahmen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Ursache konnte von der Feuerwehr Wiesbaden sowie den alarmierten Kräften der ESWE Versorgungs AG und des Bezirksschornsteinfegers schnell ausgemacht werden. Demnach wurde die Gastherme der Wohnung in Verbindung mit der Wetterlage als Ursache vermutet. Sie wurde vorsorglich außer Betrieb genommen. Während des Einsatzes musste die Rheinstraße vorübergehend im oberen Bereich in Richtung Ringkirche voll gesperrt werden. 

Wiesbaden: Deshalb ist Kohlenstoffmonoxid so gefährlich

Ein Einsatz, die dem Kohlenstoffmonoxid wie in Wiesbaden im Spiel ist, ist gefährlich. „Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein gefährliches Atemgift, das man nicht sehen, riechen oder schmecken kann. Betroffene bemerken nicht, wenn sie Kohlenmonoxid einatmen, denn es gibt keine typischen Symptome wie Husten oder Atemnot“, schreibt die Feuerwehr. Darüber hinaus könne das Gas mühelos durch Wände oder Fußböden dringen, so dass es auch in Räumen auftreten könne, in denen sich keine potenziellen CO-Gefahrenquellen befinden. Abhängig von der Konzentration in der Raumluft kann eine Kohlenmonoxidvergiftung zu erheblichen Beschwerden, Bewusstlosigkeit und zu massiven gesundheitlichen Spätfolgen bis hin zum Tod führen.

Kohlenstoffmonoxid entsteht bei der Verbrennung kohlenstoffhaltiger Kraft- und Brennstoffe. Ursachen für einen Austritt können sowohl technische Defekte, mangelnde Wartung oder Manipulation an der Verbrennungseinrichtung sein. Auch verstopfte Abluftrohre und blockierte Schornsteine können ebenso wie unsachgemäß genutzte Kamine oder Grills eine erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Konzentration hervorrufen. (Von Melanie Gottschalk)

Kürzlich kam es in Wiesbaden auf einer Kreuzung zu einem schweren Unfall. Dort krachten zwei Autos ineinander. Die Feuerwehr Wiesbaden musste einen Autofahrer aus einem Fahrzeug befreien.

In Wiesbaden gerät ein Polizeieinsatz völlig außer Kontrolle. Ein 22-Jähriger leistet laut Polizei „massiven Widerstand“, die Szene wird mit dem Handy aufgenommen.

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