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Optimistisch: FFC-Coach Niko Arnautis.

1. FFC

Auf Augenhöhe: Frankfurt startet mit Nachholspiel gegen Hoffenheim

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FFC-Trainer Arnautis sieht sein Team gut gerüstet. Während der Vorbereitung ist es noch enger zusammengewachsen.

Frankfurt - Das Pflichtspieljahr 2019 beginnt für die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt eine Woche früher als ursprünglich geplant. Denn die Bundesligapartie bei der TSG Hoffenheim, die am letzten Spieltag vor den Winterferien den Wetterbedingungen zum Opfer gefallen war, wird am Sonntag (14 Uhr) nachgeholt. „Es wird sich zeigen, wer besser aus der Pause herauskommt“, sagt FFC-Trainer Niko Arnautis vor dem Duell mit dem Tabellenfünften, der nach zwölf Spieltagen drei Punkte mehr auf dem Konto hat als der Siebte vom Main.

Obwohl das Hinspiel im eigenen Stadion Ende September mit 1:4 klar verloren ging, zeigt sich der 38-jährige Chefcoach optimistisch, eine Partie „auf Augenhöhe“ zu sehen. Denn das junge Team der Hessinnen hat sich nach schwachem Saisonstart positiv entwickelt und den Tabellenkeller hinter sich gelassen. Die intensiven vier Wochen der Vorbereitung wurden laut Arnautis nicht nur dafür genutzt, sich sportlich weiter zu verbessern, sondern auch noch enger als Mannschaft zusammenzuwachsen. Das sei im Sommer in ähnlicher Form noch nicht möglich gewesen, da der Kader erst spät feststand. Vor allem die „optimalen Bedingungen“ im achttägigen Trainingslager an der Algarve hätten einen Schub gegeben. Ob Spiele Alt gegen Jung, Fußballtennis mit den Trainern oder von den Kickerinnen selbst erdachte Freizeitaktivitäten: „Wir haben durch Spaß auf und neben dem Platz eine gute Qualität erreicht“, sagt Arnautis. Die Testspiele, der 4:2-Erfolg über den spanischen Erstligisten CD Sporting Club de Huelva und das 0:1 gegen den Ligaprimus VfL Wolfsburg, hätten Mut gemacht. Dass bei dem internationalen Vergleich Theresa Panfil nach dreieinhalb Jahren verletzungsbedingter Leidenszeit mit unter anderem zwei Kreuzbandrissen ihr Comeback geben konnte, habe für einen sehr emotionalen Moment gesorgt. Es wird zwar noch eine Weile dauern, bis die 23-jährige Stürmerin bereit ist für einen erstklassigen Auftritt. Doch die gebürtige Fuldaerin ist froh, „wieder Fußballerin“ und Teil der Mannschaft zu sein. Einen ersten Ausflug in höhere Gefilde haben auch Tanja Pawollek und Laura Freigang hinter sich, die die neue Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Januar erstmals zu einem Lehrgang der A-Nationalmannschaft einlud. „Sie haben es sich verdient“, sagt Arnautis über seine besten einheimischen Schützinnen. Beide wüssten zwar, dass sie noch eine Menge Arbeit vor sich haben, um bei den „Großen“ wirklich eine Rolle zu spielen. Aber überhaupt im Fokus der Cheftrainerin zu stehen, motiviere die 20 und 21 Jahre alten Talente dranzubleiben. „Ich bin sicher, sie werden ihren Weg gehen, wenn sie weiter hart arbeiten.“

Ob dauerhaft beim FFC, der weiterhin Kooperationsgespräche mit der Eintracht führt, muss sich zeigen. Der Vorteil für den Nachwuchs besteht am Brentanobad darin, dass man ihm Chancen eröffnet. In der Hoffnung, dass der frühere Champions-League-Sieger mit dieser Taktik vielleicht sogar wieder dorthin zurückfindet, wo er einst stand. Auf eine Verstärkung des Kaders wurde in der Winterpause verzichtet. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden“, sagt Arnautis, „auch um zu signalisieren, dass wir an die Truppe glauben.“ Präzise Platzierungen als Ziele für die Schlusstabelle gibt der Pädagoge nicht aus. „Wir wollen guten, frischen Fußball zeigen.“ Die Punkte ergeben sich daraus.

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