Mit ihr bekommt es der FFC Frankfurt mal wieder zu tun: Weltfußballerin Marta aus Brasilien.
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Mit ihr bekommt es der FFC Frankfurt mal wieder zu tun: Weltfußballerin Marta aus Brasilien.

FFC Frankfurt

Rendezvouz mit einer alten Bekannten

  • VonMichael Löffler
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Nur drei Tage, nachdem der 1. FFC Frankfurt durch die Niederlage in Wolfsburg in der Frauen-Bundesliga auf Rang drei zurück fiel, wartet in der Champions League die nächste große Herausforderung. Der Titelverteidiger trägt heute in Malmö das Viertelfinal-Hinspiel aus.

Als wenn die Aufgabe beim schwedischen Meister FC Rosengård nicht schon schwer genug wäre: Die um 20 Uhr beginnende Partie (live auf Eurosport) wird auf Kunstrasen ausgetragen. „Ich sehe das keineswegs als Nachteil an. Schließlich haben wir in den letzten Wochen am Brentanobad häufig auf Kunstrasen trainiert“, sieht Matt Ross, der Trainer des Frauen-Fußball-Bundesligisten, den ungewohnten Untergrund nicht als Nachteil an. Außerdem konnte seine Mannschaft nach der Ankunft in Malmö zwei Mal im Idrottsplatsstadion trainieren. Ein Vorteil für das Frankfurter Team ist, dass sie mittendrin in der Saison steckt, während es für den FC Rosengård die erste ernsthafte Herausforderung in diesem Jahr ist. Die schwedische Liga startet nämlich erst am 16. April. Gespielt hat die Mannschaft aus Malmö dennoch. Im schwedischen Supercup gegen den FC Linköpings. Beim 1:0-Sieg wurde Rosengård vom FFC-Coach beobachtet. „Ein erfahrenes, technisch versiertes Team, dessen Stil wegen der Internationalität der Spielerinnen kaum in eine Kategorie einzuordnen ist“, lautete sein Fazit.

Der dänische Trainer Jack Majgaard Jensen baut auf die kanadische Torfrau Erin McLeod, Gaelle Enganamouit aus Kamerun, Afrikas Fußballerin des Jahres 2015, sowie auf Natasa Andonova aus Mazedonien, die 2011 bis 2015 61 Bundesligaspiele (12 Tore) für Potsdam bestritt. Der große Star des schwedischen Champions ist aber Marta. „Die Brasilianerin ist in der Lage, ein Spiel allein zu entscheiden. Allerdings wären wir schlecht beraten, uns allein auf sie zu konzentrieren“, sagt Ross über die fünfmalige Weltfußballerin.

Mit Marta haben die Frankfurterinnen bereits in zwei Endspielen gegen ihren damaligen Arbeitgeber Umeå IK die Klingen gekreuzt. 2004, als den FFC das „Leverkusen-Syndrom“ befallen hatte und er innerhalb von vier Wochen alle drei Titel verschenkte, spielte die damals 18-Jährige ihre Gegnerinnen schwindelig. Das Hinspiel fand in Stockholm statt. Im Råsunda-Stadion, in dem 1958 der Stern von Pelé aufgegangen war, feierte nun Marta ihren internationalen Durchbruch. Schnell, dribbelstark und technisch perfekt gelangen ihr die Treffer zum 1:0 sowie zum 3:0-Endstand. Im Rückspiel stürmte der FFC vehement, doch Martas Führungstreffer hat alle Hoffnungen zunichte gemacht. Drei weitere Treffer bereitete sie vor, am Ende hieß es 5:0. Vier Jahre später brachte Marta Umeå nach nur zwölf Sekunden in Führung. Nach dem 1:1 holten sich die Frankfurterinnen mit einem 3:2-Sieg im Rückspiel den Pott. Marta wurde von der FFC-Abwehr kaltgestellt. Außer mit üblen Fouls und Meckern fiel die Weltfußballerin kaum auf.

Mit Saskia Bartusiak und Kerstin Garefrekes waren zwei heutige Frankfurter Spielerinnen bei diesem Triumph schon dabei. Sie werden beide auch heute Abend spielen. Pausieren müssen hingegen die verletzten Ana-Maria Crnogorcevic (Kopfverletzung) und Torfrau Anke Preuß (Kapselverletzung).

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